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Hamminkeln/Wesel
Betrieb für Inklusion ausgezeichnet

Hamminkeln/Wesel. Der Biomarkt-Betreiber Josef Koplin wurde für Integration von behinderten Menschen gewürdigt. Sein Bioladen in Wesel wird jetzt um ein Bistro erweitert.

Der Biomarkt mit seinen zwei Standorten in Wesel und Bocholt hat den Preis "Pro Inklusion 2016" erhalten. Jetzt wurde die Auszeichnung auf dem Inklusionstag des Kreises Wesel in der Dingdener Akademie Klausenhof überreicht. Vergeben wurde der Preis von der Weseler Inklusions-Initiative "win-win". Der Klausenhof betreibt im Rahmen des Projekts eine Filiale an der Brückstraße in der Weseler Fußgängerzone. Hier ist das sogenannte win-win-Kompetenzzentrum angesiedelt.

Rund 200 Arbeitgeber haben sich in der Region Wesel bereit erklärt, behinderte Teilnehmer aufzunehmen, wenn eine passende Stelle vorhanden ist. Dazu gehört der Biomarkt Koplin, dessen Geschäft für ökobewusste Kunden eine wichtige Anlaufstelle ist. "Der Biomarkt hat nicht nur einen schwerbehinderten jungen Mann als Auszubildenden eingestellt, sondern auch in der Vergangenheit immer wieder Menschen mit Behinderung durch Praktika oder Probearbeiten eine Chance gegeben", heißt es von Seiten der Akademie Klausenhof.

Inhaber Josef Koplin ist auch bekannt als Betreiber des Demeter-Betriebs Gärtnerhof Lankerskate in Mehrhoog. Dort baut er auf 3,5 Hektar Freiland und auf 2000 Quadratmetern unter Glas und Folie Obst und Gemüse an. In den Ladengeschäften sind seine Produkte und die von anderen Bio-Anbietern aus der Region zu haben. Josef Koplin ist staatlich geprüfter Landwirt für den ökologischen Landbau. Die Ernte vermarkten er und seine Frau Ingrid über zwei Abokistenbetriebe, einen regionalen Großhändler und in den beiden eigenen Biomärkten. Eine kleine Herde braunwolliger Milchschafe, eine kleine Hühnerschar und einige Bienenvölker runden den Gärtnerhof ab.

Josef Koplin hat schon gute Erfahrungen mit behinderten Mitarbeitern gehabt, als er Auszubildende suchte und dabei auf die Stellenbewerbung eines jungen Mannes stieß, der von win-win unterstützt wurde. "Die Bewerbung war interessant, er hat zur Probe bei uns gearbeitet. Wie sich herausstellte, passte er gut zu uns, und so trat er die Ausbildung zum Verkäufer an", sagte Koplin. Über die Auszeichnung an seinen Betrieb sei er erfreut.

Der Landwirt ist "sehr zufrieden mit dem Standort Wesel", wo er als ausschließlicher Bio-Anbieter in der Stadt ein Alleinstellungsmerkmal besitzt. Die Am Spaltmannsfeld nebenan seit längerem freistehende ehemalige Fressnapf-Filiale hat er gerade angemietet, um das Bio-Angebot um ein Bistro mit Mittagstisch zu erweitern. Diese Kombination hat sich bereits in Bocholt bewährt. Außengastronomie ist möglich.

(thh)
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