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Hamminkeln
Betuwe-Appell in Berlin überreicht

Hamminkeln: Betuwe-Appell in Berlin überreicht
Vertreter der Anrainer-Kommunen übergaben jetzt im Bundesverkehrsministerium in Berlin den Niederrheinischen Appell. FOTO: Stadt Rees
Hamminkeln. Hamminkeln will weiter um Verbesserungen an der Bahnlinie kämpfen. Von Thomas Hesse

Als "ernüchternd" bezeichnete Bürgermeister Bernd Romanski die Resonanz im Bundesverkehrsministerium auf den Niederrheinischen Appell in Sachen Betuwelinie. Sieben Anrainerkommunen und die beiden Kreise Wesel und Kleve sowie die jeweiligen Betuwe-Bürgerinitiativen haben darin weiteren Lärm- und Erschütterungsschutz für den Ausbau der Bahnlinie gefordert. Die drei Bürgermeister Romanski, Christoph Gerwers (Rees) und Peter Hinze (Emmerich) sowie Dr. Lars Rentmeister vom Verwaltungsvorstand des Kreises Wesel erläuterten dem Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, die Positionen der Niederrheiner.

Man habe sehr intensiv debattiert, berichtete der Bürgermeister jetzt im Rat von seinem Kurztrip in die Bundeshauptstadt. Er sei mitgefahren, um die Bedeutung der Forderungen für Hamminkeln zu unterstreichen. Dafür gab es Beifall im Rat. Laut Romanski sei aber von Zugeständnissen nichts zu spüren gewesen. Vielmehr sei auf die Gesetzeslage und den Finanzierungsrahmen verwiesen worden. Romanski: "Der Kampf geht also weiter."

In dem Appell fordern die Vertreter der Region entlang der Betuwelinie unter anderem mehr transparenten und aktiven Lärmschutz, städtebaulich ansprechende Bahnunter- und -überführungen sowie helle und freundliche Bahnhöfe und Haltepunkte. Auch solle es für "bislang nicht einvernehmlich geregelte Problemlagen in einzelnen Städten" einvernehmliche Lösungen geben - für Mehrhoog also das Thema der Troglage der Bahnlinie.

Die Unterzeichner des Appells begrüßen zwar die finanziellen Anstrengungen von Bund, Land und Bahn AG. Für die berechtigten Forderungen der Kommunen müsste der Bund aber mehr Geld zur Verfügung stellen. Es müsse eine faire Kostenermittlung der Bahn geben, die auf "Gleichbehandlung aller Anlieger in Deutschland basiert" - ein Hinweis darauf, dass Bahnanrainer in anderen Bundesländern mehr Unterstützung erfahren.

Gerwers, auch Sprecher der Betuwe-Kommunen, und der Weseler Gert Bork von der Bürgerinitiative "Betuwe - so nicht, sondern besser" sagten bei der Übergabe, dass die grundsätzliche Einigung der Region mit der Bahn, dem Bund und dem Land im März 2017 in Rees eine gute und tragfähige Basis für weitere einvernehmliche Gespräche über noch nicht gelöste Fragestellungen an diesem wichtigen Abschnitt der europäischen Güterverkehrsstrecke von Rotterdam nach Genua sein könne.

"Jetzt müssen alle Verantwortlichen, gerade in Bundesregierung und Bundestag, mit der Bevölkerung zusammenstehen, damit der Ausbau der Betuwelinie sozialverträglich, zukunftsgerecht und nachhaltig gelingt", so Gerwers und Bork abschließend.

Quelle: RP
 
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