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Hamminkeln
Betuwe: Bahn sagt 18 Löschbrunnen zu

Hamminkeln. Sehr gut vorbereitet ist die Bahn in die jüngste Gesprächsrunde mit Hamminkeln gegangen. Die Stadt hat den zuletzt debattierten Planungsvorstellungen zur Betuwe nicht zugestimmt, ist in den Themenbereichen Troglage der Strecke in Mehrhoog, Sicherheitskonzept, Schallschutz und Erschütterungen widerständig. Zumindest in Sachen Sicherheit hat sich dies ab sofort geändert, wie bei der Haushaltsberatung der FDP bekannt wurde.

"Ministerin Barbara Hendricks hat gesagt, Hamminkeln soll bei der Betuwe aufhören, das gallische Dorf zu spielen. Ich sage jetzt: Es hat sich gelohnt", bestätigte Bürgermeister Bernd Romanski. Heftige Kritik seitens Stadt und Politik hatte es an der Vorstellung der Bahn gegeben, Löschwasser aus Bergerfurther Seen an die Bahnstrecke zu transportieren, wenn auf der Betuwe der große Chemieunfall - das ist der schlimmste anzunehmende Unfall - geschieht.

Dauer bis zur Löschmaßnahme: mindestens 30 Minuten, weil die fahrbaren, in Wesel und Emmerich stationierten Hochleistungspumpen (HSS) Wasser über eine lange Schlauchstrecke transportieren müssten. Nun will die Bahn vier nähere HSS-Brunnen installieren, die die Pumpen 6000 Liter Wasser pro Minute bewegen lassen. Vor allem aber soll dazu ein enges Netz von 18 Löschbrunnen zwischen Blumenkamp und Mehrhoog für den Erstangriff im Unglücksfall kommen.

Dies hat ein Gutachter der Bahn vorgeschlagen. Außerdem soll Wasser aus dem Hagener Meer für die Strecke zur Verfügung stehen. Für die Standorte der 18 Brunnen geht es demnächst in die Feinplanung, sie werden alle 300 bis 400 Meter platziert. Nachzuarbeiten bleibt, ob es bei den bisher genannten Einsatzzeiten bleibt.

(thh)
 
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