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Hamminkeln
Bewegende Bilder aus Togo

Hamminkeln: Bewegende Bilder aus Togo
Im Frühjahr 2017 war Anna Maria Klocke, Gründerin des Vereins "Togo - Neuer Horizont", in dem westafrikanischen Land, um eindrucksvolle Fotos für eine Ausstellung zu machen, die bis 20. März im Rathaus-Foyer zu sehen ist. FOTO: Nikolei
Hamminkeln. Im Rathaus wurde gestern die Ausstellung "Komm mit nach Afrika!" eröffnet. Der Botschafter Togos war zu Gast. Von Klaus Nikolei

Kodjo Wassila geht in die sechste Klasse. Gerne würde das Mädchen Mathematiklehrerin werden. Doch ist es mehr als unwahrscheinlich, dass sie einmal studieren wird. Denn Kodjo Wassila lebt mit ihrer Familie in Koulfiekou im westafrikanischen Togo, einem der ärmsten Länder der Welt. "Ich esse nicht jeden Tag. Wenn mein Hunger groß ist, kann ich nicht mehr lernen. Ich hätte gerne ein Fahrrad, um pünktlich zur Schule zu kommen. Aber meine Eltern können es sich nicht leisten."

Kodjo Wassila gehört zu den Kindern und Jugendlichen, die im vergangenen Jahr dem Aufruf von Anna Maria Klocke vom Hamminkelner Verein "Togo - Neuer Horizont" gefolgt sind und etwas über ihr Leben, ihre Wünsche und Hoffnungen aufgeschrieben und ihren Berufswunsch gemalt haben. Eine Auswahl der zu Herzen gehenden Briefe sind seit gestern im Foyer des Hamminkelner Rathauses zu sehen (siehe Infobox). Zusammen mit eindrucksvollen Fotos, die Klocke bei ihrem letzten Besuch in Togo von den Menschen und ihrem Alltag gemacht hat. Denn dort ist der von ihr gegründete Verein seit 2004 aktiv, hat mit Hilfe von Spendengeldern Mutter-Kind-Kliniken, Schulen und Krankenstationen errichtet, Brunnen gebohrt und dafür gesorgt, dass Kinder zur Schule gehen können.

Für ihren unermüdlichen Einsatz wurden Klocke und ihre Mitstreiter gestern im Ratssaal in höchsten Tönen gelobt. Und zwar von Komi Bayédzé Dagoh, dem Botschafter von Togo, der von Berlin aus die Interessen seines Landes in 22 europäischen Staaten vertritt. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Diplomat war Ehrengast der Ausstellungseröffnung und betonte, wie dankbar sein Land für die Hilfe aus Deutschland sei. Auch wenn seine Regierung ständig bemüht sei, die Lebensverhältnisse in dem vergleichsweise jungen, sieben Millionen Einwohner "kleinen" Staat zu verbessern, so sei man auf Hilfe "der Freunde aus Deutschland" angewiesen.

Quelle: RP
 
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