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Hamminkeln
Bilder von Dingden im Hamminkelner Rathaus

Hamminkeln. Ulrich Rölfing ist Künstler in Hamburg und findet malerisch seine Dingdener Wurzeln.

Gerade hat Ulrich Rölfing auf dem idyllischen Hof Tebrügge an der Bocholter Straße in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Dingden eine Ausstellung unter dem Titel "Ferne in der Nähe" gezeigt. Sie zeigte seine Impressionen von Dingdener Landschaften. Die Bilder werden ab heute im Rathaus Hamminkeln zu sehen sein.

2011 hatte Rölfing Porträts von Altbauern gemalt. Die Porträts markiger Gesichter waren erst im Humberghaus und dann im Rathaus zu sehen. Damals entwickelte sich bei dem Künstler, der in Dingden aufgewachsen ist und in Hamburg als Bildhauer und Maler lebt, der Wunsch, sich der heimischen Landschaft zu widmen. "Die Landschaft der eigenen Kindheit hat die Intensität einer Ersterfahrung", erklärt er. Diese Kindheitserinnerungen sind die an die Idylle, heute ist die Realität eine andere. Großtrecker und Windräder werden so zu Bildelementen.

Rölfing fand im Sommer 2016 auf dem Hof Honsel in Loikum Unterkunft und Atelier. Dort entstand eine Serie von Landschaftsbildern. Insgesamt 60 meist großformatige Arbeiten sind es geworden, sie alle sollen im Rathaus zu sehen sein. Das ist schon von der Hängung her eine Herausforderung. In ihrer Expressivität, dem dynamischen Pinselstrich und der kraftvollen Farbgebung zeigen die Bilder Röfings einen eigenen, lebensbejahenden Stil, mit dem er bei vielen Ausstellungen im In- und Ausland bekannt wurde. Als Künstler erlebte er in der Heimat, wie das Hochwasser das Land zeichnete. Die Issel bei Loikum rat über die Ufer, das ist malerisch ein gutes Motive. Oder die Ankunft der Wölfe: Ein Bild zeigt das Raubtier vor dem Kieswerk am Rissenweg. Rölfings Fantasie hat es hierhin bewegt. Wenig später wurde der Wolf tatsächlich in der Dingdener Heide gesichtet.

Bildstöcke sind für Rölfing "Markpunkte in der Landschaft", sie haben den Künstler von jeher stark angezogen. Dingdener Motive, die Kirche oder die Schule, die Rölfing selbst besucht hat. So sieht künstlerische Heimat aus. Eine afghanische Familie hat er porträtiert, die in der alten Lankerner Schule lebt - passender Titel: "Ferne in der Nähe". Zuletzt waren Rölfings Arbeiten auch im Stadtmuseum Bocholt zu sehen. Seine Landschaftsserie ist bis 22. Juni zu den normalen Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen.

(thh)
 
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