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Schermbeck
Biomüll kann ab Januar preiswerter entsorgt werden

Schermbeck. Haupt- und Finanzausschuss Schermbeck gibt auch grünes Licht für Verlängerung der Wertstoffsammlung.

Die Entsorgung von Bioabfall wird in der Gemeinde Schermbeck wieder preiswerter. Diesen einstimmigen Beschluss fasste der Haupt- und Finanzausschuss. Nachdem im vergangenen Jahr die Kosten für eine Bio-Tonne verdoppelt wurden, hatten zahlreiche Bürger diese abbestellt und den Transport zu den beiden Abholstellen bevorzugt. Besonders für die Bewohner der Außenbezirke wurden die Abholstellen interessant, weil sich die Fahrtkosten für die 14-tägigen Fahrten nach Gahlen oder zum Rathaus als preiswerter erwiesen als die Bio-Tonne zu bezahlen und zudem die Schmutz verursachende Beladung des eigenen Pkw entfiel. Zudem wurde mehr Grünschnitt illegal in der Landschaft abgelagert.

Die Halbierung der Kosten für die Biotonne ab 2017 reduziert die unökologischen Fahrten durchs Gemeindegebiet ebenso wie das illegale Ablagern. Die Kosten für ein 40 Liter fassendes Bioabfallgefäß betragen 60 Euro, für 240 Liter 120 Euro.

Die Kosten für die Reduzierung der Gebühren für Bioabfall werden durch eine Quersubventionierung gedeckt. Es steigen dadurch die Kosten für Restmüllgefäße um etwas weniger als fünf Prozent.

Während der Diskussion wurde von Ulrike Trick (Grüne) und vom parteilosen Thomas M. Heiske ein schärferes Vorgehen gehen illegale Ablagerung von Bioabfall und in besonderer Weise von Müll eingefordert. Bürgermeister Mike Rexforth verwies auf die bereits bestehenden hohen Strafgelder, gab aber ebenso wie der Bauamtsleiter Gerd Abelt zu bedenken, dass es fast unmöglich sei, einem Umweltsünder sein Vergehen nachzuweisen, wenn man ihn nicht auf frischer Tat ertappe.

Einstimmig beschloss der Ausschuss auch die Verlängerung der Vereinbarung zur Wertstoffsammlung mit den Städten Wesel und Hamminkeln sowie mit dem Kreis Wesel. Am 23. Juni 2015 hatte der Schermbecker Gemeinderat dem Modellversuch zugestimmt, der noch bis zum 31. Dezember 2016 läuft. Der Kreis Wesel hat inzwischen eine Auswertung vorgelegt und festgestellt, dass in den drei Kommunen sowohl die Nachfrage und die Menge als auch die Kosten den Ergebnissen entsprechen, wie sie in Kamp-Lintfort, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn erzielt wurden. Die ermittelten Kosten betrugen nach Abzug der Erlöse des Modellversuchs je Einwohner 0,70 Euro jährlich. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass ein solcher Betrag zu rechtfertigen sei, vor allem im Hinblick auf die älter werdende Bevölkerung. Älteren falle es besonders schwer, Großgeräte für die Sperrmüllsammlung an den Gehwegrand zu transportieren. Bei der mobilen Wertstoffsammlung werden die Geräte im Haus abgeholt. Auch Hünxe und Voerde wollen sich bald beteiligen.

(hs)
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