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Hamminkeln
Bleibt der Schulstandort Dingden am Ende doch?

Hamminkeln. Es gibt neue Ideen für eine Gesamtschul-Lösung.

"Ich bin nicht dafür, eine Schule auszubauen, um 200 bis 300 Flüchtlingskinder aufzunehmen, ohne zu wissen, dass der Bedarf dauerhaft besteht" - was Bürgermeister Bernd Romanski gestern der RP dezent verklausuliert sagte, weist auf neue Optionen in der Frage eines zentralen Standortes für die Gesamtschule oder einer Doppellösung mit der Dependance Dingden hin. In den Haushaltsklausuren der Fraktionen war die schulpolitische Ausrichtung Thema, am Montag wird der Fachausschuss darüber diskutieren. Dort wird auch der aktuelle Stand von Flüchtlingskindern genannt, die in die Schulen drängen. Für die Sekundarstufe I - relevant für die Gesamtschul-Entscheidung - wurden Mitte Dezember 190 Schüler zusätzlich gezählt.

Im Hintergrund steht der Denkansatz, dass ein teurer Ausbau der Gesamtschule Kapazitäten schaffen könnte, von denen man nicht weiß, ob sie für den Fall des Abebbens des Flüchtlingszustroms nötig sind, während in Dingden vorhandener Raum für 300 Schüler bereit- und bald leer steht. Dort könnte der Gesamtschulunterricht dann so lange stattfinden, bis sich die Schülerzahlen wieder normalisiert haben - eine Dependance auf Zeit sozusagen. Danach käme der zentrale Standort Hamminkeln der Gesamtschule. Die hitzige Debatte um eine Standortlösung im letzten Rat hatte diese Variante nicht im Blick. Noch gilt der Ratsbeschluss über eine Bürgerbefragung zum Standort, eine erneute Kostenanalyse mit Vergleich für eine Ein- und Zwei-Standort-Lösung steht aus und soll von einem Ingenieurbüro erstellt werden.

Einig war man sich im Rat auch, Bürgerinformationen durchzuführen. Die würden in jedem Fall zwischen Karneval und Ostern kommen, so Romanski. Welche Denkmodelle politisch gewollt sind, ist unklar. Auf jeden Fall ist neue und unerwartete Bewegung im Thema.

(thh)
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