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Hamminkeln
"Bocholter" auf Teilstück bald mit Tempo 100 unterwegs

Hamminkeln. Schließung von Bahnübergängen im Abschnitt Hamminkeln bis Blumenkamp ist wahrscheinlich. Von Thomas Hesse

Da waren zum einen die Landwirte, die an manchen Stellen feststellten, dass sie nicht mehr zu ihren Feldern kommen, weil die vorgeschlagenen Wege dorthin zu schmal für die Traktoren sind. Zum anderen witterte der Besitzer eines Gartenbaubetriebs am Lankernbrok Unheil. Bei der Vorstellung des Wirtschaftswegekonzepts in Dingden war es zu Kritik gekommen, weil nach den Vorstellungen der Planer vom Büro Ge-Komm Wegestücke von Zum Bildstock und Lankernbrok entbehrlich sein sollen, weil sie auch von der Liederner Straße aus angefahren werden können. Das hatte der Betreiber eines Gartenbaubetriebs heftig kritisiert, der damit abgehängt wäre von der Kundenzufahrt von der Bocholter Straße aus.

In diesem Zusammenhang ging es vor allem um die Sperrung des Übergangs der "Bocholter"-Strecke in Lankern, wenn die anstehende Elektrifizierung kommt. Der Hinweis von Lankerner Anwohnern war Initialzündung für die Verwaltung, die Folgen der Bahn-Pläne zu recherchieren. Überraschendes Ergebnis: Vor allem ist das Teilstück zwischen Hamminkeln und Blumenkamp und nicht Dingden das eigentliche Thema. Das kann auch Folgen für das Streckenstück durch Wesel haben.

Sicher ist, dass die Elektrifizierung der "Bocholter"-Bahnlinie, die bedeutend unter anderem für Pendler ist, kommen wird. Sie macht die Züge schneller. Nach neuen Informationen der Stadt ist das Teilstück zwischen Hamminkeln und Bocholt nicht von einer künftigen Geschwindigkeitserhöhung betroffen, eine besondere Sicherung der Übergänge ist nicht zwingend. Dennoch kann es sein, dass die Bahn es durch Schließung vermeiden will, für viel Geld unfallträchtige Bahnübergänge aufzurüsten. An ungesicherten Übergängen ist es schon mehrfach zu Zusammenstößen von Autos und Zug gekommen.

Wenn sich Veränderungen oder Schließungen ergeben, wolle aber die Stadt mitreden, wenn es soweit sei, so Bürgermeister Bernd Romanski. Die Bahn könne nicht allein entscheiden.

Während im Bereich Lankern die Züge mit 80 Stundenkilometern unterwegs sein sollen, erreichen sie künftig im Abschnitt zwischen Hamminkeln und Blumenkamp Tempo 100. Und erst bei dieser Geschwindigkeit müssen die Bahnübergänge gesondert gesichert werden. Romanski würde es nicht wundern, wenn die Bahn hier am Ende des Planungsprozesses Übergänge aufgeben wolle.

Um die Wirtschaftswege ging es auch bei der Bürgerversammlung in Mehrhoog. Insbesondere wurden Ausweichstrecken beklagt, zum Beispiel der Heckenweg als Abkürzung zur B 8.

Quelle: RP
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