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Wesel
Bombastischer Zirkuszauber: Flic Flac

Wesel: Bombastischer Zirkuszauber: Flic Flac
Halsbrecherisch: Motocross-Freestyle zeigen die Mad Flying Bikes unter der Flic Flac-Zirkuskuppel FOTO: Privat
Wesel. Jubiläumsshow im Jubiläumsjahr: Mehr als 40 Artisten zeigen ab Donnerstag am Rhein atemberaubende Aktionen. Von Fritz Schubert

Die letzte Vorstellung in Münster lief gestern Abend, in Wesel geht es Donnerstag los. Dennoch ist Flic Flac am Rhein schon seit Tagen präsent. Um reibungslos den Spielort wechseln zu können, hat der Zirkus einen zweiten Zeltsatz dabei. Parallel zur laufenden Show wird in der nächsten Stadt schon aufgebaut. Am vergangenen Mittwoch begannen die Markierungsarbeiten an der Rheinpromenade. Dann wurden die Bodenanker fürs Zelt ins Erdreich getrieben. Ab Mittwoch wird das schwarz-gelbe Artistenreich zu besichtigen sein. Premiere ist am Donnerstag, 20 Uhr. Beinahe ein Heimspiel. Zwar ist der Tournee-Stop nach dem gefeierten Programm "Underground" 2009 erst der zweite Auftritt in Wesel, doch kommen die Gründer, die Brüder Kastein, aus der ganz nahen westfälischen Nachbarschaft. Aus Isselburg.

Das Schöne ist: Flic Flac bleibt sich treu. Mit Beschreibungen wie "Der etwas andere Zirkus" wird man ihm nicht gerecht. Die Show ist nicht etwas, sondern vollkommen anders. Tempo und Technik - Show und Spitzenartistik: Das ist Flic Flac. Der Zirkus der Zukunft gastiert vom 3. bis 13 März in Wesel. "Energiegeladen, bombastisch, knallhart", beschreibt er sich selbst. Und das ist keinesfalls übertrieben. Weltbekannt sind unter anderem die atemberaubenden Aktionen der Motorradfahrer in der stählernen Kugel "Globe of Speed". Ein Höhepunkt, den Benno Kastein so beschreibt: "Wir zementieren unseren Ruf als Show mit den riskantesten Nummern in Deutschland. Wir inszenieren das Risiko." Und Flic Flac ist noch mehr als das.

Larissa Kastein (l.) kombiniert beim Stangentanz Körperbeherrschung mit Anmut. FOTO: Malz, Ekkehart (ema)

1989 gründeten Benno und Lothar Kastein mit ihren Frauen Scarlett und Gaby den Zirkus. Premiere war am 5. Oktober in Oberhausen. Ansatz war es, den klassischen Zirkus mit einer Mischung aus spektakulärer Artistik, Komik und Parodie sowie moderner Licht-, Ton- und Pyrotechnik weiterzuentwickeln. Tiernummern gibt es nicht. Aber viele Leute. Insgesamt sind bei Flic Flac rund 100 Menschen beschäftigt, davon rund 40 Artisten. Sie präsentieren in Wesel im Jahr des Stadtjubiläums zufällig ihr eigenes Jubiläumsprogramm "Höchststrafe", das 2014 zum 25-Jährigen an den Start ging. "Wir sind nicht gefragt worden, wir haben uns selbst beworben", sagt Öffentlichkeitsarbeiter Rudi Bauer. "Wir haben für die Tournee alle die Städte ausgesucht, in denen es in den 25 Jahren gut für uns gelaufen ist. Wesel gehört dazu." Danach sieht es auch jetzt wieder aus, denn mit dem Vorverkauf war Bauer schon sehr zufrieden.

1300 Zuschauer passen in das große Zelt, das allen Unbilden des Wetters trotzen kann. Zu erwarten haben sie neben Wahnsinnsartisten auf den Motorrädern auch ästhetische Höhepunkte, wenn Larissa und Tatjana Kastein ihr akrobatisches Können zeigen. Mit dabei ist auch Steve Eleky, Comedy-Jongleur im Schottenrock, der schon 2009 das Weseler Publikum zu begeistern wusste.

Auf dem Festplatz an der Rheinpromenade finden die Vorstellungen von Donnerstag, 3., bis Sonntag, 13. März, statt: montags und dienstags jeweils um 20 Uhr, mittwochs bis samstags um 16 sowie um 20 Uhr, sonntags um 15 und um 19 Uhr.

Info Eintrittskarten gibt es zu Preisen von 19 bis 49 Euro. Sie können unter Tel. 01806 999 000202 bestellt werden. Weitere Informationen findet man zudem im Internet unter www.flicflac.de.

Quelle: RP
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