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Schermbeck
Bossow-Haus stellt sein Konzept vor

Schermbeck. Offiziell in Betrieb seit März, konnten sich jetzt Besucher in der modernen Altenpflege-Einrichtung umsehen. Von Helmut Scheffler

Am 1. März wurde der Erweiterungsbau des Alten- und Pflegeheimes "Bossow-Haus" auf dem Gelände der Stiftung Lühlerheim zwar schon in Betrieb genommen, jetzt jedoch hatten auch Besucher nach einem Festakt in der Maschinenhalle die Möglichkeit, den Erweiterungsbau zu besichtigen und anschließend die Aktivitäten des Besuchertages rund um das neue Bossow-Haus zu genießen.

Edmund Eichelberg, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Lühlerheim, begrüßte die Gäste, auch Bürgermeister Mike Rexforth und von Helmut Freund, Vorstand der nordrhein-westfälischen Seniorenvertretung, sagten ein paar Worte. Theo Lemken erläuterte in seiner Funktion als Geschäftsführer der Stiftung das Konzept des neuen Hauses: In Zusammenarbeit mit der Stiftung Lühlerheim schuf das Münsteraner Architektenbüro Falke die baulichen Voraussetzungen für die Realisierung eines neuen Pflege- und Betreuungskonzeptes, das in dieser Form bislang nur an sehr wenigen Stellen am Unteren Niederrhein praktiziert wird. 65 Wohnplätze stehen zur Verfügung. Alle Bewohner leben in Einzelzimmern, die jeweils über eine eigene Nasszelle verfügen. In drei alltagsorientierten Wohngemeinschaften bietet das "Bossow-Haus" eine besondere Dementenbetreuung an.

Das Lühlerheim wurde um den Anbau des Bossow-Hauses erweitert (oben). Das freut unter anderem (von links) Marianne Möllmann (Ehrenamtliche Helferin), Irma Wefels (Bewohnerin des Bossow-Hauses) sowie Hermann Schlabes und Klaus Sondermann von der Erntegruppe Weselerwald. Diese Gruppe erfreute die Gäste mit Klumpentänzen (unten). FOTO: Scheffler/hermann

Einen neuen Ansatz in der Altenpflege bietet die Lebensweise in den Wohngemeinschaften. Das Gemeinschaftsleben spielt sich vor allem in der geräumigen Wohnküche ab. Diese Wohnküche ist als "lebendige Mitte" ein Ort der Begegnung, der Kommunikation und des Miteinanders, in dem zwischen 7 und 20 Uhr ein Alltagsbegleiter zugegen ist.

Der Besuchertag im Umfeld des Bossow-Hauses wurde am Nachmittag ein paarmal durch Regenschauer gestört. Das trübte aber die Stimmung der Gäste nicht, zumal ein attraktives Programm geboten wurde, das Annika Struwe als Bereichsleiterin für Wohnungshilfe vorbereitet hatte. Der von Uwe Halm geleitete Akkordeon-Spielring Rhade sorgte ebenso für musikalischen Stimmung wie die von Ingrid Mügge geleitete Aufbaustufe der Blaskapelle "Einklang" und die vier Skifflemusiker "Ali & the Gators". Die Tanzgruppe der Weselerwalder Erntegruppe erfreute mit ihren Klumpentänzen "Bauenmädel", Schwedenpolka" und "Holsteiner Dreitor". Die Erntegruppe hatte einige sehenswerte Stücke ihrer umfangreichen Sammlung alter landwirtschaftlicher Geräte mitgebracht. Die Bastelgruppe des Lühlerheims bot hölzerne Schmetterlinge und Leuchttürme zum Verkauf an.

FOTO: Gerd Hermann

Walter Bräu aus Büderich verwöhnte die Besucher mit selbst gebrautem Bock- und Landbier. Der Brichter Selbstvermarkter Gerd Graaf, die Kräuterpädagogin Jutta Becker-Ufermann und der Fischbetrieb Naroda waren mit Ständen präsent. Auch an die Kinder hatten die Organisatoren gedacht. Ludger Hutmacher lud zu Fahrten mit seiner Ponykutsche ein. Das Spielmobil des Kreises Wesel machte Halt im Lühlerheim. Der Hegering Schermbeck fuhr mit seiner Waldschule vor, an der Karl Göderz, Klaus Kohlenbrenner und Silvan Terstegen mit Kindern und Erwachsenen über die heimische Tierwelt plauderten.

Quelle: RP
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