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Himmel Und Erde
Botschafter der Hoffnung

Himmel Und Erde: Botschafter der Hoffnung
FOTO: Malz Ekkehart
Wesel. Mit dem Ende der Sommerferien beginnen für viele Menschen neue Lebensabschnitte. Die ganz Kleinen beginnen die ersten Schritte außerhalb des vertrauten Elternhauses und lernen in den Kindertageseinrichtungen eine ganz andere Welt kennen. Mit der Einschulung in die Grundschulen weitet sich dieser Horizont noch einmal. Der Wechsel auf die weiterführenden Schulen führt zu noch größerer Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Mit dem Ende der Schulzeit stellt sich dann für viele junge Menschen die Frage, welchen Weg man gerne einschlagen und weitergehen möchte. Bevor es dann ins Studium oder in eine Ausbildung geht, entscheiden sich nicht wenige junge Erwachsene dafür, ein Freiwilliges Soziales Jahr abzuleisten. Dieses Freiwillige Soziale Jahr kann in Jugendhäusern, Altenheimen oder Einrichtungen der Behindertenhilfe absolviert werden. Eine besondere Form dieser Zeit ist die Möglichkeit, über die Evangelische Kirche im Rheinland einen Freiwilligen Friedensdienst im Ausland zu machen. So arbeiten zurzeit 57 junge Frauen und Männer in Projekten in Argentinien, Chile, Nicaragua, Paraguay, Rumänien, England, Frankreich, Israel, Russland und den USA. Seit 1995 bietet die Arbeitsstelle für Auslandsfreiwilligendienste der Evangelischen Kirche im Rheinland jungen Menschen die Möglichkeit, einen Freiwilligen Friedensdienst im Ausland als Dienst für Frieden und Versöhnung zu leisten. Die Entsendung von Freiwilligen geschieht im Rahmen des christlichen Auftrages, Gottes Frieden zu bezeugen und für den Frieden einzutreten. In biblischer Sicht gilt Gottes Verheißung von Leben und Frieden für die ganze Menschheit und Schöpfung. Dabei sind Frieden und Gerechtigkeit untrennbar verbunden. Ganz aktuell sind 21 junge Frauen und Männer, die ab Anfang September für ein Jahr lang einen freiwilligen Friedensdienst im Ausland leisten, in einem besonderen Segnungsgottesdienst durch den rheinischen Präses Manfred Rekowski in ihre Arbeit ausgesandt worden. So geht beispielsweise der 19-jährige Oliver Schwarz aus Aachen nach St. Petersburg in Russland und arbeitet dort in der Wohn- und Betreuungseinrichtung "Perspektivy" für Kinder und Erwachsene mit Behinderung. Dass der Umgang mit Menschen mit Behinderung in Russland anders ist als in Deutschland, weiß Schwarz von seinen Vorgängern. "Sie leben dort eher am Rande der Gesellschaft und oft gibt es abfällige Blicke, wenn man mit ihnen in der Stadt unterwegs ist. Das motiviert mich aber umso mehr, ihnen dort zu helfen und mit ihnen zu arbeiten." Gemeinsam mit den anderen Mitarbeitenden stellen die Freiwilligen ihr Engagement, ihre Fähigkeiten und ihre Zeit in den Dienst am Nächsten und eines sozialen Projektes. Sie erfahren, dass zur christlichen Existenz neben der Gemeinde vor Ort auch die Schwestern und Brüder in der Ökumene gehören. So werden die Freiwilligen auch zu Botschaftern der Hoffnung auf eine versöhnte und friedliche Welt.

Thomas Brödenfeld

Quelle: RP
 
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