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Hamminkeln
Braucht Hamminkeln einen Bauverein?

Hamminkeln. Ein Bauverein nach Weseler Vorbild - so könnte eine städtische Wohnungsbaugesellschaft aussehen, die die SPD anstrebt. Ob eine solche Konstruktion Sinn macht, ist unklar. Im letzten Hauptausschuss sollte ein Fachmann Licht ins Dunkel bringen, der Vertreter der Beratungsgesellschaft ÖPP war jedoch verhindert. Doch es gibt Eckpunkte, die auch so deutlich sind. So schwebt zum einen der SPD vor, über eine eigene Gesellschaft Wohnraum für kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Ältere schneller und gezielter schaffen zu können.

Auch geht es mit der Wohnungsbau- und Grundstücksoffensive der Verwaltung um die Vermarktung städtischer Flächen und solcher, die es noch werden können. Andererseits sind die Planer im Rathaus etwa mit dem Vorhaben, den alten Sportplatz in Hamminkeln zu bebauen, schon vorangeschritten: Die Mischung mit Sozialbauten und Einfamilienhäusern wird kommen. Fünf Investoren haben sich gemeldet. Auch der größere Dingdener Sportplatz steht zur Vermarktung an. Ein neu zu gründender Bauverein käme zu spät.

So sieht es Bürgermeister Bernd Romanski, der bezweifelt, dass sich eine städtische Gesellschaft rechnet. Sie lohne sich erst ab einer Größenordnung von 400 Wohneinheiten. Romanski ist damit nicht zum ersten Mal auf anderem Kurs als "seine" Partei. So gesehen geht es politisch darum, einen Antrag einer Fraktion gründlich zu bearbeiten, aber die Zeichen dürfen gesetzt sein.

(thh)
 
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