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Wesel
Breitband für Büderich: SPD-Vorstoß ärgert die CDU

Wesel. Wirbel um Informationsabend über schnelles Internet.

Zwischen den beiden großen Fraktionen von SPD und CDU hängt der Haussegen schief. Sie machen im Weseler Rat vieles gemeinsam, aber nicht alles. Nun gibt es Wirbel um die Versorgung des linksrheinischen Stadtgebiets mit schnellem Internet. Hintergrund ist eine Mitteilung des SPD-Ortsvereins Wesel-Mitte/Büderich, dass am Donnerstag, 7. April, ab 19 Uhr im Büdericher Lokal van Gelder ein Abend zu dem Thema stattfinden soll. Ein Vertreter der Firma Deutsche Glasfaser werde anwesend sein. Man wolle die Einwohner der linksrheinischen Ortsteile informieren und so dazu beitragen, den Breitbandausbau in Wesel zu forcieren, teilte Ortsvereins-Vorsitzender Norbert Meesters mit. Jürgen Linz, Fraktionsvorsitzender der CDU, hält das für voreiligen Aktionismus und fragt, ob sich der SPD-Ortsverein bereits im Wahlkampf befindet.

Die SPD geht in ihrer Mitteilung in Details. So beabsichtige die Deutsche Glasfaser eine Infrastruktur in der Ausbauvariante FTTH zu schaffen. Also "Fibre to the home", was übersetzt "Glasfaser bis zum Haus" bedeutet. Das Konzept gehe auf, wenn 40 Prozent der Einwohner einen Vorvertrag unterschreiben würden, damit sich die Investition von bis zu 1700 Euro pro Nutzer rechnet.

CDU-Chef Linz ärgert das Vorgehen. "Noch bevor die Verwaltung einen möglichen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser im Detail ausverhandelt hat und der zuständige Ausschuss den Entwurf beraten kann, nimmt die SPD Mitte/Büderich den Beschluss durch eine von ihr einberufene Bürgerversammlung vorweg", sagte Linz. Damit werde die Verhandlungsposition der Stadt geschwächt. Dabei sei die Angelegenheit "für Büderich und Ginderich von besonderer Bedeutung und eine gründliche Vorbereitung von enormer Wichtigkeit".

Genau deshalb, so Linz weiter, hatte die CDU eine Sondersitzung für März beantragt. In der regulären Sitzung im April sollten der Vertrag abgesegnet und das Vorgehen abgestimmt werden. Vorgeschlagen wurde Zusammenarbeit mit Bürgerforen und Werbegemeinschaft in Büderich und Ginderich. Linz: "Verwaltung, Anbieter, Politik und Vereine sollten die Bürger gemeinsam überzeugen und vorgehen."

(fws)
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