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Hamminkeln
Brüner Jugendhaus: Es herrscht Ratlosigkeit

Hamminkeln. Kreis hat Förderung für Jugendarbeit im Dorf eingestellt, aber sieht weiter Bedarf.

Nach dem überraschenden Ausstieg der evangelischen Kirchengemeinde aus der Trägerschaft des Brüner Jugendhauses gibt es positive Äußerungen zur Fortführung, aber keine klare Perspektive. Wie berichtet, hatte das Presbyterium Überlastung als Begründung angeführt, nachdem Pfarrer Sommer zum Jahresende 2015 die Gemeinde verlassen hatte und die Wiederbesetzung der Pfarrstelle auf sich warten lässt.

"Diese Begründung hat uns die Kirchengemeinde genannt, und das ist auch, was für unser weiteres Vorgehen gilt", sagte Gabriele Klein, beim Kreisjugendamt Wesel als Fachdienstleiterin auch für die Jugendarbeit zuständig. Doch der Kreis hat bereits vor drei Monaten seine Förderung für die Stelle im Brüner Jugendhaus beendet. Grund: Die fachlichen Voraussetzungen gelten als nicht mehr erfüllt. Das führt dazu, dass niemand weiß, wie es im Dorf mit dem Jugendangebot nach dem 31. März weitergeht.

Man sei von der Kirche informiert worden, ein Gespräch stehe noch aus, so Klein. Man habe aber noch nichts von der Jugendverwaltung im Rathaus zu dem Thema gehört. Sie sieht das Problem gelassen, verweist darauf, dass der Kreis grundsätzlich Bedarf für Brünen festgestellt habe und dementsprechend weiter Fördergeld bereit halte.

Bisher wurde die Finanzierung der Stelle im Jugendhaus so verteilt: 60 Prozent Kreis sowie je 20 Prozent Stadt und Kirchengemeinde. "Wir brauchen einen anderen Träger, vielleicht die katholische Kirche oder die Stadt selbst", sagt Klein. Sie gehe von einer baldigen Lösung aus. Die Stadt überlegt, tätig zu werden, will zuerst den genauen Bedarf feststellen, heißt es im Rathaus. Die Zeit, eine kontinuierliche Jugendarbeit zu gewährleisten, wird allerdings knapp.

(thh)
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