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Kreis Wesel
Bündnis sucht Arbeitsplätze für Schwerbehinderte

Kreis Wesel. Auftaktveranstaltung gestern im Dingdener Klausenhof für das Projekt Win-Win - "Weseler Inklusions-Initiative - Wir integrieren nachhaltig". Vier Träger aus dem Kreis Wesel kümmern sich um Arbeitsplätze für Behinderte. Von Thomas Hesse

Das Kürzel ist gut gewählt und passt zum Ziel, doppelten Vorteil für Schwerbehinderte und Firmen zu schaffen. Denn das neue Projekt, zu dem gestern die Auftaktveranstaltung in der Akademie Klausenhof in Hamminkeln-Dingden war, firmiert als "Win-Win", was für "Wir integrieren nachhaltig - Weseler Inklusions-Initiative" steht. Ziel des dreijährigen Vorhabens ist es, arbeitslose Schwerbehinderte bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Projektleitung hat das Jobcenter im Kreis Wesel in Kooperation mit der Arbeitsagentur Wesel übernommen.

Das Besondere ist die Kooperation von vier Trägern, die im rechts- wie im linksrheinischen Teil des Kreises ein entsprechendes Gesamtkonzept umsetzen. Die Beratungs- und Vermittlungsarbeit erfolgt in der Region durch den Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel, den Caritasverband Moers-Xanten und Kamp-Lintfort, das Diakonische Werk im Kirchenkreis Moers und der Akademie Klausenhof. Das extra entworfene Logo passt zur großen Gemeinsamkeit: 13 unterschiedliche große Farbpunkte für die 13 Kommunen des Kreises.

Das Projekt soll neue Impulse, Strukturen, Arbeitsansätze und Instrumente entwickeln und erproben, die die Integration von schwerbehinderten Menschen in Ausbildung und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verbessern. Rund 1,9 Million Euro Fördergeld des Bundesarbeitsministeriums gibt es dafür. In der jetzt anstehenden Phase wird das theoretische Konzept in die Praxis umgesetzt. Im Kreis Wesel sind mit steigender Tendenz rund 1500 Schwerbehinderte als arbeitsuchend gemeldet, obwohl sich der Arbeitsmarkt in der Region derzeit positiv entwickelt. Win-Win hat sich zum Ziel gesetzt, rund ein Drittel davon anzusprechen und zu motivieren, bei den unterschiedlichen Angeboten mitzumachen. Diese reichen von der individuellen Beratung bis hin zu Veranstaltungen rund um Gesundheit, Ernährung oder Mobilität. 80 bis 85 Personen sollen am Ende einen passenden Job gefunden haben.

Um die Integration der Schwerbehinderten zu erreichen, sollen ein neues Inklusionsnetzwerk und ein Inklusionsbeirat im Gebiet des Kreises Wesel aufgebaut werden. Ein Schwerpunkt der Projektarbeit wird die individuelle Unterstützung, Beratung und Schulung der Betroffenen sein.

So werden sich "Inklusionscoaches" um die Teilnehmenden kümmern, Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern aufbauen, die Arbeitsmarktpotenziale der Betroffenen entwickeln und schließlich sollen sie den Schwerbehinderten eine passende Arbeitsstelle vermitteln. Dazu werden zentrumsnahe Beratungsstellen in Kamp-Lintfort, Wesel, Dinslaken und Moers eingerichtet.

Quelle: RP
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