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Hamminkeln
Bus kann jetzt am Altenheim wenden

Hamminkeln. Seit einigen Wochen kann der Bürgerbus in Hamminkeln am Christophorus-Haus am Erna-Schmidthals-Weg einen extra gebauten Wendehammer benutzen. Das bedeutet mehr Sicherheit und Komfort, denn das lästige Rückwärts- und wieder Raussetzen entfällt.

Das Manöver war nicht ungefährlich, denn auf dem Gelände sind auch leicht zu übersehende Rollstuhlfahrer unterwegs. Gestern dankte Johannes Peters, der Vorsitzende des Bürgerbusvereins Mehrhoog, dem Evangelischen Krankenhaus Wesel, Träger der Alteneinrichtung, und insbesondere Geschäftsführer Rainer Rabsahl. Der habe schnell und unbürokratisch den Bau des Wendehammers unterstützt. Mit allen Genehmigungsschritten war das kleine Straßenstück in einem halben Jahr fertig.

Positiv ist dies auch für die Einrichtung selbst. 24 Mal am Tag fahren die beiden Linien des Bürgerbusses (Mehrhoog und Loikum/Wertherbruch) das Christophorus-Haus an. Ab Mitte 2018 kommt die neue Brüner Linie dazu, die Mehrhooger Linie wird dann verkürzt. "Das Busangebot ist für die Mieter unserer 39 betreuten Wohnungen sehr wichtig, um nach Hamminkeln zu kommen", sagte Leiterin Ute Karnowka. Peter Mellin, der Vorsitzende des Forums Senioren, lobte die Neuerung und betonte, dass viele Städte im Kreis Wesel Hamminkeln um den Bürgerbus beneideten.

In der Tat ist der vom Loikumer August Exo, der gestern ebenfalls dabei war, gegründete Bürgerbusverein eine Erfolgsgeschichte. 120 ehrenamtliche Fahrer sind im Einsatz, 22.000 Fahrgäste wurden im Jahr 2016 befördert. Die beiden Linien sind stark frequentiert, binden zum Beispiel auch Bocholt direkt an das Hamminkelner Seniorenheim an. Das nehmen auch Besucher gerne in Anspruch. Die dritte Linie Brünen werde Wachstum bringen, gerechnet werde mit 30.000 Fahrgästen im Jahr, so Peters.

Die Busse sind natürlich behindertengerecht ausgerüstet und verfügen auch über eine Rampe für Rollstuhlfahrer. Die alten Fahrzeuge konnten am Christophorus-Haus noch vernünftig wenden, eng ist es mit den neuen, ein Meter längeren Niederflurbussen geworden. Mit dem Wendehammer wurde der Größe der Fahrzeuge Rechnung getragen. "Die Niag in Moers, unter deren Namen wir fahren, bedankt sich ebenfalls für die verkehrssichernde Maßnahme", sagte Peters.

(thh)
 
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