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Hamminkeln
CDU Dingden gegen Bürgerbefragung

Hamminkeln. In der Debatte um den Standort der Gesamtschule setzte die CDU Dingden den Schlusspunkt vor der heutigen Ratssitzung. Ortsverbandschef Bernhard Borgers: "Der Ratsbeschluss für eine Gesamtschule mit zweitem Standort in Dingden war und ist die richtige Entscheidung. Alle Argumente der CDU werden von der Schulleitung und der Verwaltung ignoriert." Der Anschein, dass nur CDU und USD für den Standort Dingden seien, sei nicht richtig. Im Wahlkampf hätten sich SPD und Bürgermeister Bernd Romanski für den Schulstandort in Dingden ausgesprochen.

Borgers: "Nun schweigen sie." Man werde einer Bürgerbefragung nicht zustimmen. "Das fundamentale Thema Kosten wird in der ganzen Diskussion gar nicht betrachtet. Jetzt soll ohne belastbare Zahlen eine Befragung der Bürger im Blindflug durchgeführt werden", beklagen die Dingdener Christdemokraten. Man wisse, dass die Erhaltung der Schule in Dingden in den nächsten Jahren keine fünf Millionen Euro kosten werde. Möglich sei ein "realistischer Reparaturplan" und die Verteilung über mehrere Jahre.

Borgers sagte: "Die durch einen Neubau in Hamminkeln entstehende finanzielle Belastung des Haushaltes und weitere Kassenkrediten in Millionenhöhe, dazu eine erhöhte Kreisumlage, gefährden nicht nur die Liquidität der Stadt. Eine dadurch eventuell entstehende Steuererhöhung, oder sogar die Haushaltssicherung wird ausgeblendet." Der Schulleitung wird "Propaganda mit Scheinargumenten, um die Bürger zu täuschen", vorgeworfen. Für die CDU Dingden sei "eine Schule mit mehr als 1000 Schülern eine unüberschaubare Zentralisation mit Risikofaktoren".

Erfahrungen bei kommunalen Bauten zeigten, dass die Kosten nicht eingehalten werden könnten. Gerate die Stadt in die Haushaltssicherung, müssten freiwillige Leistungen gestrichen werden - und das würde alle Bürger betreffen.

(thh)
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