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Hamminkeln
CDU dreht in Hamminkeln das Personalkarussell

Hamminkeln: CDU dreht in Hamminkeln das Personalkarussell
Dieter Wigger (unten links) soll neuer Fraktionschef werden. Dieter Genterzewsky (oben rechts) tritt im März 2018 zurück ins zweite Glied. Roswitha Bannert-Schlabes (unten rechts) beendet 2018 die Führungstätigkeit. Ratsmitglied Matthias Holtkamp soll die Ortsparteien vertreten. FOTO: Ema, Jana Bauch, CDU
Hamminkeln. Dieter Genterzewsky und Roswitha Bannert-Schlabes verlassen 2018 den Fraktionsvorstand der CDU Hamminkeln. Dieter Wigger soll neuer Fraktionschef werden. Der Übergang wird jetzt eingeleitet. Von Thomas Hesse

Die CDU-Fraktion, mit Abstand größte im Hamminkelner Rat, stellt sich neu auf. Damit geht die Ära Dieter Genterzewsky zu Ende. Der gestandene 71-jährige Kommunalpolitiker tritt zunächst im März 2018 zurück ins zweite Glied. Zur Kommunalwahl 2020 wird der Dingdener Seriensieger nicht mehr antreten. Fraktionsvize Roswitha Bannert-Schlabes, die beruflich sehr eingespannt ist, beendet ebenfalls 2018 ihre Führungstätigkeit. Ungewöhnlich lange vakant ist zudem der Fraktionsvizeposten, den der im Frühjahr überraschend verstorbene Ringenberger Jürgen Kuran innehatte. Auch das dritte Mitglied im Fraktionsvorstand wird im Frühjahr des nächsten Jahres neu gewählt. Die personellen Weichen werden am Montag in der Fraktionssitzung gestellt. Dieter Wigger, Dingdener, promovierter Jurist und tätig in einer Bocholter Societät, wird als Nummer eins für den Fraktionsvorsitz gehandelt. Ratsmitglied Matthias Holtkamp soll die Ortsparteien Ringenberg, Loikum und Wertherbruch vertreten. Ein weiterer nötiger Fraktionsvorstand wird noch nicht genannt.

Wie Genterzewsky und Bannert-Schlabes gestern darstellten, gehe es um einen "sanften Übergang" an der Fraktionsspitze. Dafür wählten sie den Begriff "kooptierte Mitglieder", was so viel heißt wie Aufnahme in der Vorstand durch Zuwahl. Besagte Ergänzungswahl soll die Fraktion am Montag beschließen. Gleichzeitig werden die sachkundigen Bürger Lothar Mindthoff, Roland Schmithuysen und Stefanie Schulten-Borin bestimmt werden, die für kontinuierliche Pressearbeit zuständig sein werden. Sie sollen das schwache öffentliche Erscheinungsbild der CDU verbessern.

Die Fraktion tritt selten in Erscheinung, insbesondere seit sie nicht mehr als Regierungspartei wahrgenommen wird. Die Fraktion hat nach der Amtsübernahme von Bürgermeister Bernd Romanski kein Mittel gefunden, sich als wichtigste politische Gestaltungskraft öffentlich zu positionieren. Die Einbindung der sachkundigen Bürger soll zudem ermöglichen, sie auf die Übernahme von Ratsmandaten zu vorzubereiten. Denn die Fraktion weiß, dass etliche altgediente Ratsmitglieder 2020 nicht mehr antreten werden. Ratsfrau Isabell Große-Holtforth kümmert sich um Termine und Themen. Dieter Genterzewsky war nach der Fraktionsvorsitzendenwahl 2014 durch eine schwere Krankheit daran gehindert, sein Amt auszuführen. Jürgen Kuran hatte ihn ersetzt, bis der wiedergenesene Genterzewsky zurückkehrte. Der sagte nun: "Ich will nicht mit 80 Jahren noch im Rat sitzen. Die Zeit für einen frischen Vorstand ist jetzt gekommen. Das werden wir nicht in Hektik, sondern auf einer geplanten Zeitschiene verwirklichen. Wir sind froh, dass wir in der erweiterten Fraktion mit 35 Personen Spielraum haben."

Durch das gewählte Verfahren werde der Übergang in der Führungsarbeit erleichtert. Deshalb gehe es am Montag in der Fraktion um die Entscheidung, in welcher Organisationsform was wann passiert, ergänzt Roswitha Bannert-Schlabes. Sie will 2020 in Brünen erneut antreten. Klar ist, dass Wigger der Wunschkandidat für den Fraktionsvorsitz ist. Er ist nicht nur ein alter lokalpolitischer Hase, sondern zeigt als derzeitiger Vorsitzender des Planungsausschusses effektive und klare Führung. Das wird sich wohl auch in den anstehenden Haushaltsberatungen zeigen, gewöhnlich wichtige politische Weichenstellung der Fraktionen. Die zeitaufwändigen Beratungen will die Fraktion abwarten, um dann Luft für die Umstrukturierung der Spitze zu haben.

Quelle: RP
 
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