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Wesel
CDU-Idee einer neuen Umgehungsstraße

Wesel. Vorschlag: Um den Verkehr zu entzerren, soll die Nordstraße in Lackhausen Richtung Molkereiweg verlängert werden. Von Klaus Nikolei

Mit dem Vorschlag, in der Aue ein Jugendgästehaus errichten zu lassen, hat die CDU jüngst eine kontrovers geführte Diskussion losgetreten. Genau dieses Ziel verfolgen die Christdemokraten auch mit folgender Idee: Um für Entlastung auf den hoch belasteten und vor allem morgens und abends oft verstopften Straßen B 70 (Hagerstownstraße, Brüner Landstraße), L 7 (Emmericher Straße) und B 58 (Schermbecker Landstraße) zu sorgen, müsste die Nordstraße über die Kreuzung mit der Emmericher Straße hinaus in Richtung Osten zum Molkereiweg verlängert werden. Ein Plan, der nach intensiven Diskussionen im CDU-Arbeitskreis Verkehr angefertigt wurde, zeigt, dass die Umgehungsstraße vornehmlich durch Wiesen und Felder Richtung Gewerbegebiet Am Schornacker führen könnte.

"Der von uns vorgelegte Plan ist nur eine Idee, wie es werden könnte. Nichts ist in Beton gegossen", sagt Sebastian Hense in seiner Doppelfunktion als stellvertretender Fraktionschef und Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. Bei der Präsentation des überarbeiteten Luftbildes machten er und seine Parteifreunde Frank Schulten und Alfred Esch gestern deutlich, dass man durchaus nichts gegen die geplante Bebauung des ehemaligen Niag-Geländes und dem Gehöft Itjeshorst im Bereich "Am Schwan" in Lackhausen habe. "Natürlich brauchen wir neue Wohngebiete. Aber die Voraussetzung für eine zukünftige, langfristige Umsetzung der Idee ist jedoch, dass eine entsprechende Schneise frei gehalten wird. Wie dann später ausgebaut wird - theoretisch auch in Troglage oder mit Schallschutzwänden - wird mit allen Beteiligten in der nächsten Zeit zu diskutieren sein", so Hense. Und Frank Schulten fügt hinzu: "Um die Sache ans Laufen zu bekommen, müssen wir demnächst einen Prüfantrag an die Verwaltung stellen. Wir müssen jetzt reagieren."

Ideen-Geber Esch ist überzeugt, dass vor allem die Grünen wenig von dem Vorschlag halten werden, "weil beim Bau der Umgehung Land benötigt wird". Wichtiger ist der CDU aber, die Genossen mit ins Boot zu bekommen, um letztlich eine deutliche Mehrheit im Rat für die Umgehung zu bekommen.

Fragen hinsichtlich der Finanzierung des Millionen-Projektes stellt sich die CDU bislang noch nicht. "Das müssen wir später sehen. Es ist halt jetzt wichtig, den ersten Schritt zu tun. Und das wäre, eine öffentliche Diskussion anzustoßen", sagt Hense. Er und seine Parteifreunde sind übrigens für jeden guten Vorschlag zum Thema dankbar.

Ideen von Bürgern werden von der CDU unter Tel. 0281 2032203 entgegen genommen.

Quelle: RP
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