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Hamminkeln
CDU nominiert Charlotte Quik

Hamminkeln: CDU nominiert Charlotte Quik
Charlotte Quik ist Mutter eines Kindes, lebt heute in Brünen und wohnte zuvor in Voerde. FOTO: Terlinden
Hamminkeln. Die 33-Jährige aus Brünen wurde in Dingden hundertprozentig zur Kandidatin gewählt. Von Thomas Hesse

Charlotte Quik soll für die CDU im Wahlkreis 58 (Wesel, Hamminkeln, Schermbeck, Hünxe und Voerde) in den Landtag einziehen. Gestern Abend überzeugte die 33-Jährige aus Brünen die Mitgliederversammlung in der Gaststätte Hoffmann. Sie wurde einstimmig bei offener Abstimmung gewählt und erhielt damit den "starken Rückenwind", den sich Parteichef Norbert Neß gewünscht hatte. Die Aufstellung Quiks auch durch die anderen Städte- und Gemeindeverbände gilt als sicher. Denn sie ist die einzige Kandidatin im Kreisverband der CDU für die Landtagswahl am 14. Mai 2017. Am 2. Juni erfolgt die offizielle Nominierung der Kandidatin durch den CDU-Kreisverband. Wahrscheinlichere Gegner bei der Landtagswahl wird der SPD-Mann Norbert Meesters sein, der bei zwei Wahlgängen vorne lag. Der Titelverteidiger will wieder antreten, hat sich aber noch nicht abschließend dazu geäußert.

Gestern eröffnete CDU-Parteichef Neß die Veranstaltung. Er war der letzte Landtagskandidat, aber bei ihm war die parteiinterne Kür noch ein hartes Konkurrentenrennen. Er musste sich vor vier Jahren gegen zwei parteiinterne Mitbewerber durchsetzen, verlor dann aber die Landtagswahl. Diesmal forderte er die Delegierten auf, sich für die Alternative zur etablierten Konkurrenz einzusetzen. Quik stellt sich entsprechend der Mitgliederversammlung als junge, kreative Kraft und Kämpferin vor, die bereits seit ihrer Jugend über politische Erfahrungen in der CDU verfügt.

Quik wurde vom Stadtverband Hamminkeln "eindeutig empfohlen". Sie stammt aus einer politischen Familie. Die verheiratete Mutter eines Kindes lebt heute in Brünen und wohnte zuvor in Voerde, ist Mitglied der CDU seit 2008. Bei der Jungen Union (JU) ist sie im Kreisvorstand, Beisitzerin im JU-Landesvorstand ist sie seit 2012. Diesen Posten bekleidet sie auch im CDU-Stadtverbandsvorstand Hamminkeln. Wahlkampfluft hat sie bereits geschnuppert als wissenschaftliche Mitarbeiterin der früheren Abgeordnete Gisela Hinnemann (Voerde) und für Ex-CDU-General Hendrik Wüst.

Dabei hat sie gelernt, dass Politik oft aus "Dicke-Bretter-Bohren besteht, sich aber auch mit eigenen Überzeugungen gestalten lässt. Hinzu kommt, dass sie im lokalen und regionalen Wahlkampf erfahren ist. Ihre Rede stellte Quik auf Landesthemen ab, wobei sie der rot-grünen Regierung ein schlechtes Zeugnis gab. Sie sprach von "Gruselkabinett" und nannte Konkurrent Meesters einen "Handlanger" der Ministerpräsidentin Kraft und anderer Minister. Krafts "kein Kind zurücklassen" habe sich nicht erfüllt, nirgendwo würden mehr Kinder zurückgelassen als in NRW. Beim wirtschaftlichen Wachstum sei das Land Schlusslicht. Minister Remmel von Grünen grenze die Landwirte aus, für diese Kritik gab es Beifall. An die Jungwähler will Quik heran, indem sie sich gegen eine mangelhafte Schulden- und Bildungspolitik wendet, die der jungen Generation am Ende "wie ein Mühlstein am Hals hängt".

Auch die Delegierten für die Vertreterversammlungen zur Landtags- und Bundestagswahl wurden ernannt. Als politischer Gast stimmte der CDU-Landtagsabgeordnete Ralf Nettelstroth auf die Landtagswahl ein. Der kommunalpolitische Sprecher der Landtagsfraktion sprach über die "Zukunft der kommunalen Selbstbestimmung - Wie Rot-Grün die Kommunen nicht nur bei der Flüchtlingspolitik im Stich lässt".

Quelle: RP
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