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Wesel
CDU sagt Krähen Kampf an

Wesel. Ärger mit kleckernden und lärmenden Krähen bringt CDU Büderich auf den Plan. Auf der Mitgliederversammlung wurden Ideen laut, die Vögel zu verscheuchen. Selbstbewusster Vorstand nimmt sich viele weitere Themen vor. Von Fritz Schubert

Wenn Krähen und ihre Horstbäume nicht streng unter Schutz stehen würden, hätte in Büderich wohl schon mancher selbst zur Flinte und Säge gegriffen. Wegen der kleckernden und lärmenden Vögel mitten im Dorf (RP berichtete) ist die Stimmung auf dem Siedepunkt. Dies wurde am Dienstagabend auf der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes deutlich. "Ich weiß nicht, wo du geparkt hast, aber wenn dein Auto voll ist, kannst du es gleich Umweltminister Uhlenberg zeigen", sagte Vorsitzender Michael Nabbefeld zum wahlkämpfenden Landtagsabgeordneten Wolfgang Hüsken.

Tipps an den ASG geschickt

Auf der Suche nach Kniffen, die wegen beim Deichbau gefällter Bäume in den Ortskern ausgewichenen Vögel gesetzeskonform verscheuchen zu können, wurden einige offenbar schon fündig. Michael Jilek präsentierte eine Krähenklatsche, die bereits 1996 im Rathaus von Jever (Niedersachsen) erfunden worden ist. Die Apparatur wird im Baum aufgehängt. Mit einem Zug am Seil klappen zwei Holzbretter laut gegeneinander. Ergebnis: Krähen ziehen zum Nestbau um. Aus Baden-Württemberg gibt es Beispiele, wie die lästigen Tiere mit optisch wirkenden Mitteln vergrämt werden können. Jürgen Linz erklärte, er habe die Anregungen schon an Heinz-Georg Oberender vom ASG geschickt, dessen Baumschnitt bekanntlich vom Kreis gestoppt wurde.

Briefmarke mit Brückenmotiv

Neben der aktuellen Krähenplage beschäftigen viele weitere Themen die Büdericher CDU. Auf der Agenda stehen dauerhafter Erhalt für Kindergärten und Schule ebenso wie Angebote für Senioren. Ein Einkaufsführer soll erstellt und das Tempo auf der Goldsbergstraße untersucht werden. Unter die Lupe kommen das Wasserschutzgebiet und die Denkmalbereichssatzung. Die CDU will sich für eine Briefmarke mit dem Motiv der neuen Niederrheinbrücke einsetzen. Zunehmendem Hundekot will man begegnen, Verbesserungen der Radwegsituation Im Hamm erzielen.

Engagiert fortgesetzt werden soll die Arbeit im Bürgerforum für das Dorfentwicklungskonzept, das in der selbstbewussten Rückschau des Vorstandes breiten Raum einnahm. Am Beispiel Gewerbegebiet konzentrierte sich Kritik an SPD-Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Gastgeber Nabbefeld, Dr. Heinzgerd Schott als Chef der CDU Wesel und stellvertretender Bürgermeister Volker Haubitz betonten, dass die Initiative von der CDU kamen, Westkamp vor der Wahl nur "aufgehüppt" sei und sich seitdem wieder nichts mehr tue. Für die Oppositionsrolle im Rat habe die CDU Munition genug, sagte Haubitz. Gegen Schließungen von Heubergbad oder Eishalle werde sie "mit allen Mitteln kämpfen". Einen "schmutzigen Diffamierungswahlkampf" erwartet Hüsken, setzt auf eigene Stärken: "Wir müssen den Leuten sagen, was wir alles bewirkt haben."

Quelle: RP
 
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