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Hamminkeln
CDU-Sommerradtour: Wertherbruch neu entdeckt

Hamminkeln. Viel Programm im Dorf: Hofmolkerei, Industriemühle, Dorfkirche und der Parteivorsitzende Norbert Neß an der Orgel.

Interessante Ziele in Wertherbruch standen auf der Agenda der Sommerradtour des CDU-Stadtverbands Hamminkeln. Dessen Vorsitzender Norbert Neß hatte am Morgen den Startschuss gegeben. Rund 50 Teilnehmer begaben sich auf die rund 30 Kilometer lange Strecke. "Ziel der Tour ist es, neue oder unbekannte Seiten unserer Stadt zu entdecken", so Neß. Der Wertherbrucher CDU-Vorsitzende Christoph Kley hatte die einzelnen Stationen ausgewählt und vorbereitet.

Der erste Teil der Tour führte zur Hofmolkerei Heesen. Die Milch der 180 Kühe wird direkt auf dem Hof weiterverarbeitet. "Wir haben vor bald 20 Jahren damit angefangen", berichtete Jürgen Heesen. "Wir sind anfangs mit einer Punica-Kiste Milch zum Markt nach Bocholt gefahren, wo wir einen Marktstand hatten." Aus einer Kiste sind inzwischen Tausende geworden: 1,2 Millionen Flaschen im Jahr werden ausgeliefert.

Blitzblanke Anlagen in der hygienischen abgeriegelten Molkerei sind während der Schulzeit im Dauerbetrieb, damit die Grundschulen und Kindergärten der nahen und fernen Umgebung morgens ihre Milch bekommen. Neben dem Originalprodukt werden auch Kakao sowie Erdbeer- und Vanillemilch erzeugt.

Nächste Station war das Dorfzentrum. Die Kirche war ebenso Ziel einer Dorfführung wie die ehemalige Mühle. Hochbetrieb herrschte zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der alten Industriemühle. 1958 wurde sie geschlossen. Ulrich Knorth erwarb sie vor einigen Jahren und fand die Anlagen im Urzustand vor. "Alles noch funktionstüchtig", sagte er und demonstrierte der Gruppe den leistungsfähigen Elektromotor, der die Mühlräder antreibt. Die Mühle kann besichtigt werden.

Die wechselvolle Geschichte der evangelischen Dorfkirche begann im 14. Jahrhundert vor der Reformation. Während des calvinistischen Bildersturms wurde die sakrale Dekoration entfernt, niederländische und spanische Truppen verwüsteten die Kirche in Kriegen. "Die Wertherbrucher sind Stehaufmännchen", erläuterte Ursula Meyer. Sie haben alles wieder aufgebaut und Teile der historischen Fresken im Altarraum im Jahr 1911 wieder freigelegt.

Bevor es zum Abschluss der Tour zur Wertherbrucher Grillhütte ging, setzte sich Norbert Neß in der Kirche noch an die Orgel. Mit "Lobe den Herren" beendete die Gruppe die Kirchenführung.

(thh)
 
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