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Wesel
Dank 30 km/h weniger Gefahr für Radler

Wesel. Anlieger der Isselstraße und der Brüner Landstraße können Kritik an Tempolimit nicht verstehen. Von Klaus Nikolei

Ein jüngst in der RP veröffentlichter Leserbrief sorgt bei einigen Anwohnern der Isselstraße und der Brüner Landstraße für ungläubiges Kopfschütteln. Günter Hufe aus Wesel hatte unter anderem geschrieben, dass er sich täglich "über die unsinnige Tempo-30-Zone auf der Isselstraße" ärgere. Nun würde man rechts von Radlern überholt, wenn diese die Brücke herunterführen. Vor Kindergärten und Schulen seien Geschwindigkeitsbegrenzungen nachvollziehbar. "Warum aber dort?", fragt sich Günter Hufe. Womöglich sei die Zone ein Geschenk der Politik, weil der Zulieferverkehr zur Byk-Chemie dorthin umgeleitet würde.

Hans-Joachim Beck, der an der Brüner Landstraße in Schepersfeld wohnt, erklärt im Gespräch mit der RP, dass "die geringe Breite der Isselstraße, die dann noch durch die Fahrradstreifen geschmälert wird, und die äußerst gefährliche Situation auf beiden Rampen der Heuss-Brücke, bei dem die abrollenden Radfahrer durch abbiegende Autos gefährdet sind, Beweggründe für das Tempolimit waren". Ferner sei der Straßenzug Isselstraße/Brüner Landstraße ein Schulweg für radelnde Kinder und Jugendliche aus Richtung Obrighoven, Lackhausen und Schepersfeld. "Die Einmündung der Friedenstraße ist nebenbei auch ein Unfallschwerpunkt", sagt Beck, der nur wenige Meter von dieser Stelle entfernt wohnt. "Es haben sich in den vergangenen Jahren in dem Bereich schwer und schwerste Unfälle mit Personenschäden ereignet, so dass hier keinesfalls von einer Willkür seitens der Behörden, noch von unlauterer Einflussnahme der Verwaltung die Rede sein kann", so Beck. "Seit dort Tempo 30 gilt, ist alles sehr viel besser als zuvor."

Was ihn und Mitstreiter Friedhelm Heinzen von der Isselstraße nach wie vor stört, sind die Lkw, die trotz eines Verbotes vor allem nachts über Isselstraße und Brüner Landstraße fahren. "Da müssen Polizei und Stadt dringend mehr Kontrollen durchführen", fordert Heinzen. Auch wenn ihm und Beck klar ist, dass die Lkw-Fahrer wohl oft von alten Navis fehlgeleitet würden.

Quelle: RP
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