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Wesel
Das Dorf Ginderich feiert seinen Familienzug

Wesel: Das Dorf Ginderich feiert seinen Familienzug
Schneemann Olaf und Eisprinzessin Anna: Mit diesen Kostümen machten die Gindericher Truppe besonders den kleinen Gästen eine Freude. FOTO: sep
Wesel. Friedliche, beschauliche Familienatmosphäre und beste Karnevalsstimmung: So hat das kleine Dorf Ginderich seinen Bollerwagenzug gefeiert. Bei prächtigem Sommerwetter standen ab 11.11 Uhr rund 600 Narren am Rand, 150 zogen im Zug mit. Alle gemeinsam feierten sie einen Karneval, der nicht auf das große Spektakel setzt, sondern auf dörflichem Zusammenhalt. Das zog auch einige Besucher von auswärts an. Von Sebastian Peters

Mit einer Irritation hatte der Zug begonnen, denn um 11.07 fuhr der Schlusswagen eine erste kleine Runde durch das Dorf. "Danke, bis zum nächsten Mal", stand auf dem Plakat. War es das schon? Dabei war es nur eine Testrunde, das wahre Narrenvergnügen begann dann wenige Minuten später. Angeführt von Polizeihauptkommissar Andreas Piechaczek im Polizeiauto drehte der Zug seine Runde durch das Dorf. Den Startpunkt bildete die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Angeführt wurde der Zug wie immer vom - bis auf den Besenwagen - einzigen motorisierten Fahrzeug des Gindericher Zuges: Einem Trecker-Oldtimer der Marke Eicher. Blickfang war besonders die Männerballett-Gruppe als "Die Gindericher Ballon(Wall)-Fahrer". Sie hatte sich Kisten um den Bauch geschnallt, über ihrem Kopf dicke Luftballons. Sie schmückten den Zug in besonderer Weise. Eine weitere Gruppe ging im Olaf-und-Elsa-Kostüm. Gindericher Nachbarn und Freunden hatten sich als Popcorn-Packung verkleidet. "Acht Gruppen hatten sich angemeldet", berichtete Präsident Ralf "Charlie" Dahmen.

Seit einigen Jahren schon bieten am Straßenrand die Motorradfreunde Verpflegung für das Narrenvolk. "Wir braten hier Würstchen, wer eines haben will, darf zulangen. Es darf auch gerne gespendet werden", sagte Wolfgang Heister am Grill - als Mönch verkleidet. Das Motto der Truppe: "Ob Regen, Sturm oder Land unter, Motorradfreunde bleiben munter." Munter blieben sie alle in Ginderich, wo noch lange gefeiert wurde.

Quelle: RP
 
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