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Serie Weseler Wahrzeichen (folge 16)
Der Blickfang St. Peter in Büderich

Serie Weseler Wahrzeichen (folge 16): Der Blickfang St. Peter in Büderich
Hell und frisch präsentiert sich St. Peter seit der jüngsten Renovierung: links der Blick vom Altar an der barocken Kanzel vorbei Richtung Orgelempore, auf der es auch Sitzgelegenheiten für Gläubige gibt, rechts der Chorraum. FOTO: Jana Bauch
Wesel. Wesel Trotz etlicher Windräder im Umfeld, naher Niederrheinbrücke und Fernsehturm sind Kirchen die herausragenden Merkmale des Polderdorfs Büderich. Beide sind jüngeren Datums, was nichts mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun hat. Napoleon war's, der Alt-Büderich 1813 samt der bis dato von beiden Konfessionen genutzten Kirche aus strategischen Gründen abreißen ließ. Schon 1815 begann an neuer Stelle der Neubau des Ortes. Diesmal mit zwei Kirchen. St. Peter, das katholische Gotteshaus, konnte 1821 geweiht werden. Von Fritz Schubert (Text) und Jana Bauch (Fotos)

Klassizistik beherrscht den äußeren Stil, woran auch wieder einmal Preußens Star-Architekt Schinkel in Berlin mitwirkte. Innen kam Anfang des 20. Jahrhunderts Neuromantisches hinzu. Auch waren einige Teile des mittelalterlichen Vorgängerbaus aus Alt-Büderich gerettet worden.

Die insgesamt recht wechselvolle Baugeschichte krönt ein spektakuläres, immer noch recht frisches Ereignis, über das noch nicht das letzte Wort gesprochen ist: Am 7. Mai 2015 gab es unmittelbar nach einer Beerdigungsmesse einen Knall, Fliesen aus dem Mittelgang flogen durch die Kirche und es entstand eine Staubwolke. Als die sich gelegt hatte, wurde ein 15 Meter langer Riss sichtbar. Verletzt wurde niemand. Aber die Kirche wurde für einige Wochen gesperrt, Messen fanden im Pfarrheim statt. Offenbar hatten sich unter Tage Spannungen gelöst. In 800 Meter Tiefe endet eine Salzkammer des nahen Bergwerkes direkt unter dem Kirchturm. Zuletzt erwirkte die Gemeinde ein Beweissicherungsverfahren. Gewinnspiel Schreiben Sie uns eine Mail mit Ihrem Favoriten unter den Wahrzeichen, gerne mit kurzer Begründung. Wir verlosen unter allen Teilnehmern einen hochwertigen Panasonic-Fernseher mit Full HD, Triple Tuner, 100 cm Bildschirmdiagonale, mit freundlicher Unterstützung von Saturn Wesel. Schreiben Sie eine Mail an wesel@rheinische-post.de oder eine Karte an Redaktion Wesel, Großer Markt 11, 46483 Wesel, Betreff: "Wahrzeichen". Nennen Sie Ihr liebstes Wahrzeichen aus den Vorschlägen, außerdem Namen und Adresse. Aus Ihren Einsendungen erstellen wir am Ende eine Top-Liste der Wahrzeichen, die wir in der Zeitung veröffentlichen.

Details: Die Orgel (l.) steht auf einer Empore, zu der eine Wendeltreppe führt. In der Mitte eine Marienstatue. Vom einst barocken Hochaltar verblieb die um 1640 angefertigte Kopie des "Lanzenstichs" (r.) von Peter Paul Rubens. FOTO: Jana Bauch
Quelle: RP
 
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