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Hamminkeln
Der Dingdener Kirche fehlt jetzt das Kreuz

Hamminkeln. Auch Sicherheitsgründen holten zwei Kräne das Kreuz und den Hahn von der Kirchturmspitze. Sie werden stabilisiert und restauriert. Von Michael Elsing

Die Bedingungen hätten gar nicht besser sein können: Stahlblauer Himmel, kaum Wind, da hatten die beiden riesigen Kräne, die sich am gestrigen Vormittag auf dem Platz vor der St. Pankratius-Kirche in Dingden eingefunden hatten, leichtes Spiel. Etwas mehr als eine Stunde dauerte es lediglich, da war die Kirchturmspitze um ihr Kreuz sowie den Hahn erleichtert. Wann sie an ihren ursprünglichen Platz zurückkehren werden, das konnte Dingdens Pastor Ludger Schneider gestern noch nicht beantworten.

An der Notwendigkeit dieser Maßnahme ließ er allerdings keinen Zweifel. "Die Standsicherheit des Kreuzes war zumindest in Frage gestellt. Und da es sich bei dem Kirchplatz durchaus um eine belebte Stelle in Dingden handelt, in dessen Nähe sich auch der Kindergarten befindet, wäre es einfach zu riskant gewesen, nichts zu unternehmen", sagte Pastor Schneider. Das Kreuz und auch der Hahn werden nun gründlich begutachtet, auf Roststellen untersucht und werden dann, komplett restauriert, wieder auf die Turmspitze der Kirche gesetzt. Die Arbeiten werden von der Bauschlosserei Schmänk in Dingden übernommen. Der Schwerpunkt soll dabei auf einer größeren Festigkeit des Kreuzes liegen, damit es auch bei heftigeren Stürmen ganz sicher auf der Turmspitze thront.

Darüber hinaus sollen aber noch weitere Arbeiten in luftiger Höhe verrichtet werden. Nicht nur, dass die Turmspitze verdichtet werden soll. Auch im Turmdach, wo unter anderem der Glockenstuhl und die Turmuhr untergebracht sind, werden einige Neuerungen durchgeführt. Das betrifft die Holzplanken, die sich auf den einzelnen Ebenen befinden. Auch in diesem Bereich steht das Thema Sicherheit an erster Stelle. Ebenso wie zur Dauer der Arbeiten vermochte Pastor Schneider auch zu den Kosten keine Angaben machen.

Die St. Pankratius-Kirche war bekanntlich erst im vergangenen Jahr im großen Umfang renoviert worden. Am 15. Dezember wurde sie im Rahmen eines Festgottesdienstes feierlich wiedereröffnet, nachdem sie ein halbes Jahr lang ihre Pforten geschlossen hatte. Eine neue Decke, ein hellerer Anstrich, eine neue Licht- und Schallanlage sorgten für ein völlig verändertes Erscheinungsbild, was bei den Gläubigen allerdings mit viel Wohlwollen aufgenommen wurde.

Das galt auch für den neuen Platz des Altars, der einen zentraleren Ort in der Kirche erhielt und nun auch links und rechts von ihm von Sitzreihen flankiert wird. Die aktuellen Arbeiten am Kirchturm bilden damit also den Abschluss der Bau-Maßnahmen an der St. Pankratius-Kirche in Dingden.

Quelle: RP
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