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Wesel
Der etwas andere Weihnachtsmarkt in Krudenburg

Wesel. Weihnachtsmärkte gibt es viele, aber der in Krudenburg wahrt seinen Sonderstatus - so auch am vergangenen Samstag wieder. Das fing mit dem Angebot an. Statt der oft zu sehenden Alltagsware fanden die Besucher auf den zahlreichen Ständen überwiegend Handgemachtes, sympathische Angebote. Holzspielzeug und Wollmützen zum Beispiel, aber auch fantasievollen Baumschmuck und Kunsthandwerk.

Die zweite Besonderheit hängt mit der Lage der Häuser zusammen. Wie Johanna Gall aus Bruckhausen boten einige Händler ihre Waren aus den Fenstern der Gebäude an der engen Dorfstraße an. "Alles selbst gemacht", sagte sie über die Fensterbilder aus Glas, die in unterschiedlichen Größen und Farben zu bekommen waren.

Neben Deko-Artikeln gab es aus den offenen Fenstern auch Essbares, zum Beispiel aus dem "Kartoffelhaus". Denn für Stände wäre in der engen Straße kein Platz.

Seit Jahren ist die Kita Sandhasen auf dem Markt präsent, den es seit 1998 gibt. Die Dorfgemeinschaft Krudenburg, erneut mit einem eigenen großen Stand dabei, organisiert den Markt, bekommt dabei aber Hilfe vom Heimat- und Verkehrsverein Hünxe. Und bereits vor der Eröffnung mit den Offiziellen am Nachmittag war auf den Straßen eine Menge los. Sandra Schulte und Silvin Otte bewirteten die Besucher am Stand der Sandhasen. Beim adventlichen Dekorieren waren auch die Jungen und Mädchen beteiligt, erklärten die beiden. Bereits am Vormittag habe die Gruppe den Stand besucht, um die Deko vor Ort zu besichtigen, erklärte Schulte. Der Standerlös soll für Arbeiten im großen Außengelände der Kita genutzt werden.

Ein Stück weiter warteten die "Fläschkenbrüder" auf durstige Gäste. Bereits seit rund zehn Jahren ist Doris Reinhold mit ihren "Senfträumen" auf dem Krudenburger Weihnachtsmarkt vertreten. "Das Wetter ist herrlich", freute sich die Hünxerin. Ihre Überzeugung: "Das ist die halbe Miete."

Für Musik waren das Posaunenchor Voerde, ein Bläser-Duo und ein Drehorgelspieler zuständig. Krudenburg hat sich am Samstag wieder von seiner sympathischen Seite gezeigt. Und die Organisatoren haben mit dem Park- und Einbahnstraßen-System Umsicht bewiesen. Der frühe Termin vor dem ersten Advent hat einen positiven Nebeneffekt: Die Besucher haben sich an den Weihnachtsmärkten des Jahres noch nicht satt gesehen.

(rtl)
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