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Wesel
Der rechte Flügel hängt noch oben

Wesel: Der rechte Flügel hängt noch oben
Spannung auf dem Schießstand: Carsten Sicking, Jürgen Sicking und Jörg Thiel (v.l.) schauen zu, wie Dieter Doersch als Erster auf den Reichsapfel anlegt. Der erhoffte Kunstschuss wurde es nicht. Das gute Stück fiel erst später. FOTO: Fritz Schubert
Wesel. Beim ersten gemeinsamen Fest der Bürger-Schützen mit dem Verein vorm Brüner Tor gab es gleich doppelten Jubel in der 1. Kompanie. Heute geht es noch um einen Preis und um die Königswürde. Von Fritz Schubert

"Bleibt alles anders?!" titelt die "Bürger-Schützen-Zeitung" zum laufenden Fest. Zumindest eins bleibt auch bei der ersten gemeinsamen Feier des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) mit dem Verein vorm Brüner Tor: Den Reichsapfel holt man mit dem ersten Schuss nicht mal eben so runter. Das haben in 172 Jahren BSV-Geschichte in Vertretung des Staatsoberhaupts gerade mal fünf Glückliche geschafft. Auch Dieter Doersch blieb es beim Start um 16 Uhr verwehrt, den Preis auf Anhieb zu erringen und damit die Ehre zu haben, ihn nach Berlin zu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bringen zu dürfen. "Sch...", entfuhr es dem mit Losglück, aber Schusspech an den Start gegangenen Schützen. Es wäre so schön gewesen, vereint er doch in seiner Person das Neue beim Fest 2017. Doersch gehört der 2. Kompanie des BSV an und ist zugleich Kommandeur der Kameraden vorm Brüner Tor, die mit ihm den Reigen eröffneten.

Wenig später jubelte die 1. Kompanie gleich zweimal. Henning Tenoth holte um 16.34 Uhr mit dem 53. Schuss den Apfel, Conny Reinhard jun. mit dem 62. um 16.44 Uhr das Zepter. Dann wurde es zäher. Reiter Wolfgang Lingk errang um 17.56 Uhr mit dem 165. Schuss den Kopf des Vogels und Dirk Knopf aus der 4. Kompanie um 19.46 Uhr mit dem 328. den linken Flügel. Damit wurde das Schießen unterbrochen. Heute geht es ab 15.30 Uhr um den rechten Flügel und den Rumpf, der seinen Gewinner zum König macht.

Eine positive Zwischenbilanz zogen gestern die beiden Präsidenten Ferdi Breuer (BSV) und Uwe Brinks (Brüner Tor). Beim Zapfenstreich am Donnerstagabend war der Große Markt voller Schützen und Zuschauer (RP berichtete). Das Nato-Bataillon aus der Schill-Kaserne war mit 55 Frauen und Männern dabei. So viele wie nie. Brinks erklärte, seine Kameraden fühlten sich sehr gut aufgenommen. Mit Breuer betonte er nochmals, dass es keine Fusion sei, sondern ein gemeinsames Feiern. Gleichwohl stellten sie fest, "dass die Weseler Schützenfamilie enger zusammenrückt".

Quelle: RP
 
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