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Unsere Woche
Die Bäder, ein Platz und Blech

Wesel. Kaum herrscht nach dem Tamtam um Bislich Ruhe an der Bäderfront, da entbrennt ein neuer Streit. Jetzt mal wieder ums marode Heubergbad, um den Standort eines möglichen Kombibads, zu dem erst die Bezirksregierung noch was sagen muss, und um die Art und Weise, wie der Stadtwerke- und Bäder-Chef Franz Michelbrink wen informiert. Und wen nicht. Aber was steckt dahinter? Und wer? Auf den ersten Blick ist Aufregung überflüssig. Der Zustand des Heubergbades ist bekanntermaßen miserabel, und ohne Klarheit aus Düsseldorf kann nichts zielgerichtet geplant werden. Also: Abwarten!

Mit etwas Nachdenken, mehr Vernunft und weniger lauten Sprüchen hätte man die Bislicher Sportplatz-Frage indes längst lösen können. Verfahrener als die Situation mit der angedrohten Klage war, hätte sie kaum sein können. Am Ende siegte doch die Einsicht, dass ein Kompromiss her muss, wenn nicht beide Seiten als Verlierer dastehen wollen. Auf der einen Seite Verwaltung und Politik, an denen im Deichdorf auf ewig niemand ein gutes Haar lassen würde - schon gar nicht vor dem Hintergrund des Hickhacks um das Bislichbad. Auf der anderen Seite der Verein, der auf ewig keine neue Sportanlage bekäme. Schade, dass die jetzige Lösung erst nach viel Gift zustande gekommen ist.

Überhaupt keine Besserung ist an der Jülicher Straße in Sicht, wo die Baustelle Kreisleitstelle und das gesperrte, weil marode Parkdeck am Kreishaus für Ärger sorgen. Das Wohngebiet ächzt unter Parkdruck jener, die bei den Kreisbehörden arbeiten oder etwas zu erledigen haben. Hinzu kommt, dass im technischen Dezernat das alles kaum noch zu stemmen zu sein scheint, weil die Mannschaft schon mit etlichen anderen Liegenschaften und Projekten (Stichwort Berufskollegs) so ihre liebe Müh' hat. Da kann man dem Landrat nur ein glückliches Händchen wünschen, hat er die Hoheit über die Organisation der Verwaltung doch in demselben.

fritz.schubert@rheinische-post.de

Quelle: RP
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