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Wesel
Die besten Border Collies bei der Arbeit

Wesel: Die besten Border Collies bei der Arbeit
Typisch für einen Border Collie ist seine lautlose, geduckte und behutsame Art, die Schafe zusammenzuhalten. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Wer kann am besten Schafe hüten? Die Frage wird am Wochenende von rund 40 Border Collies beantwortet. Die Hunde gehen bei der Rheinland-Meisterschaft an den Start. Und zwar in der offenen Klasse, was bedeutet, dass hier die absoluten Spitzenkönner aus ganz Deutschland zeigen, wie gut sie ihr Handwerk verstehen. Wer trotz des parallel stattfindenden Weseler Stadtfestes PPP einmal miterleben möchte, wie die wieselflinken Helfer der Schäfer allein durch deren Pfiffe gelenkt werden und wie viel Spaß und Eifer sie dabei an den Tag legen, der ist auf einer Wiese nahe der B 8, zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal an der richtigen Adresse. Von Fritz Schubert

Ausgetragen wird der Wettbewerb Samstag und Sonntag wieder einmal auf dem Betriebsgelände des Schäfers Maik Dünow, der selbst nicht zu den Teilnehmern zählt. "Ich arbeite jeden Tag mit den Hunden und bin auch jeden Tag Weltmeister", sagt er lachend im RP-Gespräch. Als Organisator und Gastgeber stellt er sich der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland (ABCD) erneut gern zu Verfügung. Sie kann für das erste der Qualifikationstrials für die internationalen Wettbewerbe hier ein 36 Hektar großes Gelände nutzen. Maik Dünow stellt auch die Schafe: Schwarzköpfe, Merino-Landschafe und Mixe aus beiden. Los geht es am Samstag um 7.30 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen natürlich die Border Collies, die als Spezialisten für das Zusammensuchen und das ruhige Heranbringen der Schafe in weitem oder unwegsamen Gelände gelten. Zudem sind sie laut Dachverband ABCD sehr präzise im Umtreiben, Abtrennen und Einpferchen kleiner Schaftrupps. Die Fähigkeiten des Border Collies würden von keinem anderen Hund erreicht, sagen die Collie-Freunde.

Der Ablauf bei einem Trial wird von den Experten so beschrieben: Der Hund beginnt seine Arbeit auf dem Trialfeld mit dem "outrun". Das heißt, dass er in einem großen Halbkreisbogen hinter die Schafe läuft, ohne sie zu beunruhigen. Beim "lift" nimmt er die Schafe auf, bringt sie unter seine Kontrolle, um sie dann beim "fetch" langsam und bedächtig durch das "fetchgate" auf den "Handler", sein Herrchen, zuzutreiben, der am Ausgangspfosten steht. Der Hund treibt das Vieh um den Menschen herum und danach durch zwei Tore aufs Feld. Es folgt das "Shedden", das Teilen der Schafgruppe oder Abtrennen eines einzelnen Schafes. Der Parcours endet mit dem Einpferchen. Bewertet werden die Trials von einem unabhängigen Richter.

Die Schafe werden übrigens nicht als Trainingsgeräte betrachtet. Vielmehr steht das schafschonende Arbeiten im Mittelpunkt. Ein guter Hund halte laut Dachverband "instinktiv immer so viel Abstand zur Schafgruppe, wie nötig - er wird die Tiere weder hetzen, noch unnötig in Stress versetzen".

Wie die ABCD mitteilte, sind Zuschauer in der Schäferei Dünow an der Willy-Brandt-Straße 27 (früher s Hindenburgstraße) willkommen. Mittags wird Gegrilltes angeboten, nachmittags Kaffee und Kuchen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Besucher dürfen auch ihre Hunde mitbringen, müssen diese aber der Leine führen und einen gültigen Impfausweis in der Tasche haben.

Quelle: RP
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