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Unsere Woche
Die Betuwe muss Thema bleiben!

Wesel. Fast 24 Jahre ist es her, dass mit dem Vertrag von Travemünde der niederländische Plan zum Bau der Betuwelinie auf die Schienen kam. Längst ist die Strecke im Nachbarland fertig. Die Züge aus und nach Rotterdam rollen. Die Leute am Niederrhein verzweifeln, denn hier läuft nach 24 Jahren zwar die Planfeststellung für den Ausbau, aber in den wichtigsten Dingen, Lärmschutz und Sicherheit, tut sich weiterhin nichts. Die Bahn weigert sich, über das veraltete Gesetz hinausgehend zu investieren.

Da klingt der Beschluss aus Berlin wie Hohn: 1,5 Milliarden Euro zusätzlich für einen Lärmschutztunnel in Baden-Württemberg und hier gibt es noch nicht einmal 40 Millionen für mehr Sicherheit nach dem Konzept der Feuerwehren! Hohn ist untertrieben. Es ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die schon seit 24 Jahren dafür kämpfen, dass die Verhältnisse am Gleis in irgendeiner Form überhaupt erträglich bleiben. Es ist schlicht zum Haareraufen: der Niederrhein als neues Zonenrandgebiet, um das sich in Berlin niemand schert.

Gert Bork als Sprecher der Betuwe-Initiativen liegt vollkommen richtig damit, vehementen Einsatz der Spitzenbeamten von Kleve bis Oberhausen zu fordern und auf Gleichbehandlung zu dringen. Auch wenn es uns schon längst zum Hals raushängt: Die Betuwe muss Thema bleiben!

fritz.schubert@rheinische-post.de

Quelle: RP
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