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Wesel
Die Niag vermietet jetzt auch Autos

Wesel. Als erstes Nahverkehrsunternehmen in NRW bietet die Niag ab sofort ihren Kunden in Zusammenarbeit mit den Ford-Werken Car-Sharing in den Kreisen Kleve und Wesel an. Von Jürgen Stock

Seit heute sind zwei Parkplätze am Moerser Bahnhof für zwei Fahrzeuge der Firma Ford reserviert: Dort stehen ab sofort die ersten Wagen eines neuen Car-Sharing-Angebots, das die Niag ihren Kunden macht. Die können für den Preis von 9,90 Euro in den Niag-Geschäftsstellen oder bei ihrem örtlichen Ford-Händler eine Plastikkarte erwerben, mit der sie eines von zunächst 21 Fahrzeugen an derzeit 13 Standorten öffnen können. Der Schlüssel liegt im Handschuhfach. Der Kunde muss nur noch einsteigen und losfahren.

"Wir wollen damit besonders auf dem Land Lücken in der Mobilität schließen", sagt Niag-Chef Peter Giesen. Er hofft, dass sein Unternehmen so zusätzliche Kunden gewinnen kann. Laut Giesen, sei ein derart vernetztes Angebot von Automobilhersteller, Autohändlern und Nahverkehrsunternehmen in Deutschland einzigartig.

Und so funktioniert Car-Sharing mit der Niag: Nach einer Registrierung im Niag-Kundencenter oder einem Ford-Händler, lädt der Kunde sich eine App für sein Smartphone herunter. Dort kann er stets sehen, wo und wann ein Auto für ihn zur Verfügung steht und den Wagen für einen bestimmten Zeitraum für ihn reservieren. Er hat dann die Garantie, dass das Auto auch für ihn bereit steht. Nach Ablauf der Reservierung muss er das Auto an den Ursprungsstandort zurückbringen und mit der Kundenkarte verschließen. Sollte ein Betanken notwendig sein, ist das auch mit der Karte möglich. Das Benzin wird nicht in Rechnung gestellt. Über ein Abbuchungssystem zahlt der Kunde für einen Ford Fiesta lediglich pro Stunde fünf Euro und 19 Cent pro Kilometer.

Das Angebot soll noch ausgeweitet werden. Während anfangs zunächst Modelle wie Fiesta oder Focus bereitstehen sollen, sei nicht auszuschließen, dass auch ein Ford-Mustang-Cabrio auf diesem Wege gemietet werden könne, so Kopplin. Ford-Transits, etwa für den schnellen Einkauf bei Ikea, seien in einigen Zentren schon zu haben. Auch die Zahl der Stellplätze soll nach und nach ausgeweitet werden. Bundesweit hat Ford 4000 Autos im Car-Sharing-Einsatz. Besonders die Entwicklung autonomer und vernetzter Fahrzeuge könne der Idee ab 2021 neue Impulse verleihen: "Dann", sagt Kopplin, "ist es egal, wo das Auto steht. Es kommt zu Ihnen."

Quelle: RP
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