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Hamminkeln
Die Ortsumgehung Brünen rückt näher

Hamminkeln. Votum für Bundesverkehrswegeplan: Für Brünen heißt das die ortsnahe Südumgehung. Von Thomas Hesse

Vergangene Woche hat der Struktur- und Verbandsausschuss im Regionalverband Ruhr (RVR) die Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP) verabschiedet und an die Bezirksregierung Münster weitergeleitet. Diese übermittelte das Votum an das Landesbauministerium, Minister Mike Groschek wird es an die Bundesregierung weiterleiten. Darin wird die Vordringlichkeit für die Ortsumgehung Wesel von der Rheinbrücke bis zur B 8 und von der B 8 bis zur B 70 (Südumgehung) festgelegt. Dies gilt im Fortlauf ebenfalls für die B 70 von Wesel bis einschließlich Ortslage Brünen, die als Teil des Gesamtprojekts gesehen wird. Als vordringlicher Bedarf festgeschrieben wurde auch die Verbindung der B 8 von Wesel bis zur A 59 in Dinslaken, Stadtgrenze Duisburg. "Eine schnelle Ortsumgehung in Brünen kommt nur mit Gemeinsamkeit", sagte dazu das Hamminkelner Ausschussmitglied Udo Bovenkerk (CDU) gestern.

Die Weseler hätten es geschafft, mittels der geplanten Anbindung der B58 über die B 70 die Autobahnauffahrt in Brünen wieder auf die Tagesordnung in Hamminkeln zu ziehen, sagte er weiter. Dafür entfalle die vorgesehene Anbindung der B 58 über die Schermbecker Landstraße mitten durch den Weseler Ortsteil Obrighoven. Laut Udo Bovenkerk sei die BAB-Auffahrt Wesel zwar eine erhebliche kürzere Zufahrt zur A 3. Aber: "Nun bringt die Planung die Einwohner von Brünen erheblich näher an die schon immer gewollte Ortsumgehung."

In der Anmeldung zum BVWP stehe auch, dass die einst angedachte Westumgehung nicht mehr weiter verfolgt wird, sondern die erheblich näher an der Ortslage Brünen liegende Südumgehung. In der Mitteilungsvorlage zum Planungsausschuss in Hamminkeln schreibt die Verwaltung zwar, dass die Verwirklichung des Projektes trotz der höchsten Priorisierung damit noch nicht garantiert sei. Doch die Beschlussfassung im Bundeskabinett gilt als sicher. Bovenkerk sagte: "Die Ausbaugesetze und die zugehörigen Bedarfspläne folgen dann. Wer glaubt, dass 14 Jahre bis zum Bau und Fertigstellung der Umgehungsstraße in Brünen ein langer Zeitraum sei, der solle mal nachdenken, dass schon seit über 40 Jahren darauf in Brünen gehofft und darüber auch gestritten wird." Nur eins solle man nun nicht: "Die jetzt erreichte Chance leichtfertig aus den Händen gleiten lassen, nur weil man sich über eine Trassenführung noch lange zanken will." Bovenkerk warnt, dass es passieren könne, dass es eine Autobahnauffahrt mit umliegendem Gewerbegebiet an der B 70 gibt, aber immer noch keine Ortsumgehung in Brünen.

Quelle: RP
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