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Serie Die Ausbildungsinitiative Kreis Wesel - Präsentiert Von Altana (letzte Folge)
Die Ratgeber für den Weg in die Lehre

Serie Die Ausbildungsinitiative Kreis Wesel - Präsentiert Von Altana (letzte Folge): Die Ratgeber für den Weg in die Lehre
Zum Abschlussgespräch bei der in Wesel trafen sich Ulrich Rose, Katrin Wißen, Dr. Ulrich Rauter, Hans Nakath, Sabine Hanzen-Paprotta, Martin Jonetzko, Jutta Burandt, Norbert Borgmann, Silvia Worring und Christine Thannheiser-Rumpf (v.l.). FOTO: Schubert
Wesel. Akteure ziehen eine positive Bilanz zur RP-Serie für Berufsstarter. Diese wird auch 2018 - von Altana präsentiert - fortgesetzt. Von Fritz Schubert

KREIS WESEL Die Ausbildungsinitiative Kreis Wesel sieht sich auch im zehnten Jahr in ihren Anliegen bestätigt. Dies bekräftigten die Akteure jetzt beim Abschlussgespräch zur diesjährigen RP-Serie für Berufsstarter, das bei der Weseler Altana-Tochter Byk-Chemie stattfand. Viele junge Leute schaffen den Weg von der Schule ins Berufsleben alleine. Aber eben nicht alle. Einige brauchen Hilfen. Sei es zur Orientierung bei der Berufswahl und Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche oder später zur Meisterung von Schwierigkeiten in der Berufsschule. Genau in diesem breiten Spektrum bewegt sich der Kreis der Themen, die auch in diesem Jahr in bislang 14 Folgen der RP-Serie behandelt worden sind. In fast allen Fällen dienten aktuelle Auszubildende der verschiedensten Berufssparten als Beispiele. So wird es auch 2018 wieder sein. Die von Altana präsentierte Serie wird fortgesetzt. Denn die Zielsetzung, Jugendlichen bei der Orientierung zu helfen, bleibt für das Unternehmen "äußerst unterstützenswert", sagte Christine Thannheiser-Rumpf, Ausbildungsleiterin bei der Byk-Chemie.

Von einem positiven Trend konnte unter anderem Sabine Hanzen-Paprotta (Agentur für Arbeit) berichten. So gab es Ende August trotz rückläufiger Schülerzahlen mehr Interessenten für eine Ausbildung. Auf der Gegenseite waren, wenn auch nicht ausreichend, so doch zumindest mehr Lehrstellen im Angebot. Freie Plätze meldet die Agentur auch in Programmen wie Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) und Assistierte Ausbildung (AsA).

Martin Jonetzko vom Unternehmerverband in Duisburg erklärte, dass die Industrie auf einen Fachkräfte-Engpass zuläuft und deshalb jeder gute Chancen hat, unterzukommen. Vorausgesetzt, er zeigt in Praktika sein Engagement und beweist soziale Kompetenzen. "Wir lassen Euch nicht alleine, aber es muss auch was von Euch selber kommen", richtete sich Jonetzko an die nächste Generation von Lehrlingen. Zufrieden berichtete Norbert Borgmann für die Kreishandwerkerschaft, dass bereits zehn Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen werden konnten als 2016. Bis zum Jahresende, so glaubt er, dürfte die 700er-Marke wieder erreicht werden. "Wir waren schon unter 600", erinnerte Borgmann an schwache Zeiten und machte noch einmal Werbung: "Wer echtes Interesse zeigt, der bekommt auch eine Lehrstelle. Die jungen Leute müssen Lust darauf haben, dann kriegen wir das auch mit der Schule hin."

Unversorgten machten auch die Vertreterinnen des Jobcenters noch einmal Mut. "Der Zug ist noch nicht abgefahren", sagt Jutta Burandt. Auch für Spätentwickler, die sich beispielsweise schon in den 20ern befinden und für die eine Familiengründung zum Wendepunkt wird, gebe es Möglichkeiten. Ihre Kollegin Silvia Worring sagte, dass der Topf mit den Mitteln für die Einstiegsqualifizierung (EQ) jetzt wieder geöffnet ist. Die entscheidende Botschaft: Nichts geht von allein, man muss sich an die Berater wenden, um berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen durchlaufen zu können. Sie helfen vor allem jungen Menschen, die entweder noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben oder noch nicht in vollem Umfang für eine Ausbildung geeignet, lernbeeinträchtigt oder sozial benachteiligt sind. Die EQ, von der auch der Arbeitgeber profitiert, weil er den jungen Menschen über einen längeren Zeitraum im Arbeitsprozess kennenlernt, mündet nicht selten in eine Ausbildungsstelle.

Erfolgreiche Arbeit attestierten Vertreter der Bildungsträger der Ausbildungsinitiative. "Wir sind die ersten Botschafter des dualen Systems", sagte Hans Nakath von der Dingdener Akademie Klausenhof. Mit der Reihe würden wichtige Starthilfen gegeben. Dr. Ulrich Rauter vom Fachwerk Moers dankte besonders für die Vielfalt der vorgestellten Berufe - vom Handwerk über die grünen Berufe bis zur Chemie. "Und alles vor der Haustür", sagte Rauter. Die Berufswahl sei der Einstieg in eine 30- bis 40-jährige Entwicklung, dem oft ein Diagonalwechsel folge. Beispielsweise könne ein gelernter Gärtner durchaus später in kaufmännische Bereiche der Branche umsteigen.

Quelle: RP
 
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