| 00.00 Uhr

Schermbeck
Die Schermbecker Schalker

Schermbeck: Die Schermbecker Schalker
Ehrenmitglied Olaf Thon (r.) überreichte im Rahmen der Zehn-Jahres-Feier 2007 dem Vereinsvorsitzenden Werner Heistermann (l.) ein Uefa-Cup-Shirt. FOTO: Helmut Scheffler
Schermbeck. Als Schalke 04 am 21. Mai 1997 in Mailand den UEFA-Cup gewonnen hatte, waren Werner Heistermann, Markus Hindricksen und sein Cousin Frank Hindricksen die Motoren zur Gründung des Fan-Clubs.

30 Fußballfreunde beteiligten sich im Juli 1997 in der Gaststätte Ramirez an der Gründung des Vereins, für die Dirk Homfeld als Bezirksleiter der Schalke Fan-Clubs "Geburtshilfe" leistete. "Der Verein bezweckt die Erhaltung des FC Schalke 04", hieß es in knappen Worten in der Satzung, die am 7. August 1997 während der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung von 40 Mitgliedern im Vereinslokal Overkämping verabschiedet wurde.

20 Jahre später wird an diesem Wochenende gefeiert; immerhin drei DFB-Pokalsiege sind seitdem dazu gekommen, doch noch immer müssen die Mitglieder eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen.

Knapp zwei Jahre nach der Gründung des Schalke-Fan-Clubs "Königsblaue Schermbecker" am 9. Juli 1997 beteiligten sich die Mitglieder am 9. Mai 1999 am Festumzug anlässlich der 1200-Jahr-Feier Schermbecks. FOTO: Scheffler

Der zwölfjährige Christof Overkämping war 1997 als jüngster Teilnehmer nicht der Einzige, dessen Kleidung dem Vereinsnamen gerecht wurde. Auch ein Teil der Erwachsenen trug blau-weiße Trikots, Mützen oder Schals, um dem Lieblingsverein Schalke 04 auf diese Weise zu huldigen. Zum ersten Vorstand des Vereins, der im bundesweiten Verband die Nummer 350 trug, gehörten Markus Hindricksen, Gerd Borowski, Ulrich Hanke, Ulrich Triptrap, Frank Hindricksen, Dirk Hülsmann und Werner Klosterköther. Die Zahl der Mitglieder stieg innerhalb des ersten Jahres auf 121. Die Teilnahme an der 1200-Jahr-Feier Schermbecks ließ sich der Fan-Club nicht entgehen. Auch die eigenen Sommerfeste wurden schon bald zu geselligen Höhepunkten. Sein erstes Fußball-Turnier richtete der Verein im April 1999 in der Dreifachturnhalle an der Erler Straße aus. Mit der Werbung für den Verkauf von Bausteinen für die Arena "auf Schalke" im Jahre 1999 wurde der Verein ganz im Sinne seiner Satzung tätig. Regelmäßig starteten die Mitglieder mit dem Bus zu Heimspielen nach Gelsenkirchen und einigen Auswärtsspielen. Sie brachten den "rollenden Kellner" und "König der Biere" Günther Lehmbruck so ins Rotieren, dass er von Stefan Seyer unterstützt werden musste. Der Erlös sollte für einen Bolzplatz bestimmt werden, wobei damals niemand ahnen konnte, dass die Realisierung des Platzes acht Jahre lang dauern sollte. Erst im Jubiläumsjahr 2007 wurde der Bolzplatz fertig und den Pfadfindern übergeben.

Die Mitglieder fahren seit dem 4. Oktober 1997 regelmäßig zu den Heimspielen ihres Lieblingsclubs und benutzen dazu einen Bus mit eigener Beschriftung und Logo. Für die jahrelange Bereitstellung des Busses ist der Club dem Schermbecker Busunternehmen PM-Reisen sehr dankbar. Gegenwärtig gehören dem Fan-Club 349 Mitglieder an, darunter 70 weibliche Fans und 23 Jugendliche unter 18 Jahren. Auch Prominenz ist dabei: Zu den Mitgliedern gehören Norbert Elgert und Olaf Thon ebenso wie Manni Breuckmann und Ebbe Sand. Vorsitzender im Jubiläumsjahr ist Karsten Janz.

Den Traum von der erneuten Deutschen Meisterschaft ihres Lieblingsvereins haben die Mitglieder des Fan-Clubs noch nicht ad acta gelegt.

Sein 20-jähriges Bestehen feiert der Schalke-Fan-Club "Königsblaue Schermbecker" heute auf dem Gelände des Pfadfinderhauses am Prozessionsweg. Der Familientag beginnt um 13 Uhr, um 16 Uhr kommt ein Clown. Gegen 17.04 Uhr kommt Schalke-Maskottchen Erwin zu einer Autogrammstunde. Parallel dazu wird Bullenreiten angeboten. Ab 18.30 Uhr sorgen die "Florians" für musikalische Untermalung des Festes. Ab 20 Uhr unterhält DJ Holger Frank die Gäste, bevor Comedian Hein Mück seinen Auftritt hat. Karten für das Abendprogramm gibt es für fünf Euro.

(hs)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schermbeck: Die Schermbecker Schalker


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.