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Schermbeck
Die Wasserspiele sind eröffnet

Schermbeck. Der Heimatverein Gahlen hat mit Sponsoren an der Passtraße für eine Attraktion für Kinder gesorgt. Von Helmut Scheffler

Die vierjährige Sophie wollte nicht warten, bis die Wasserspielanlage in der Gahlener Passstraße offiziell freigegeben wurde. Sie hatte den Dreh im wahrsten Sinne des Wortes schon schnell heraus und drehte so kräftig am Rad des Einlaufbeckens, dass das Wasser reichlich über den Rand des vorderen metallenen Einlaufbeckens rieselte.

Den Stöpsel für den Durchfluss zum zweiten Becken bewachte ein Mitglied des Heimatvereins so lange, bis nach dem Grußworten auch dieser offiziell entfernt wurde.

Als Vorsitzender des Gahlener Heimatvereins berichtete Jürgen Höchst über die Planungs- und Bauphase der Wasserspielanlage. Der Heimatverein hatte die beiden Gahlener Spielplätze schon seit längerer Zeit im Visier. Während der Spielplatz an der Niewerthsiedlung sehr gut ausgestattet war, hielt der Heimatverein den Platz an der Passstraße für verbesserungsbedürftig. Die Idee zum Bau einer Wasserspielanlage entstand.

Der Versuch, über die "Spielplatz-Initiative Fanta" Gelder für den Bau zu generieren, scheiterte, weil es nicht genügend Unterstützer für die Internet-Aktion gab.

Andere Sponsoren mussten gewonnen werden. Bereits in der Startphase gab es eine tolle Unterstützung durch die Dorstener Firma "Garten- und Landschaftsbau Eckhard Vornbrock". Die Firma erstellte kostenlos einen Schacht für die frostsichere Aufnahme einer Wasseruhr. In einem nächsten Schritt musste ein Wasseranschluss von der Hauptwasserleitung der Passstraße zum neuen Schacht hergestellt werden. Erst danach konnte mit dem Bau der eigentlichen Wasserspielanlage begonnen werden. Dabei gab es von dem Dammer Martin Vennemann, einem Wasserbautechniker der Firma "Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft" (RWW), kostenlos wertvolle Hilfestellungen.

Die Gesamtaufwendungen betrugen 13.898,45 Euro. Gesponsert wurde der Betrag von der RWW, von der Firma Vornbrock, von der Jubiläumsstiftung der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe (Nispa), vom Heimatverein Gahlen und von den Privatpersonen Christel Gruppe, Sigrid und Frank Klemen.

"Solch ehrenamtliches Engagement belohnen wir gerne. Außerdem sind Kinder die Basis für unserer ganze Gesellschaft", begründete der Nispa-Generalbevollmächtigte Reinhard Hoffacker die finanzielle Unterstützung seitens der Sparkasse.

"Es ist keine Selbstverständlichkeit, sich so für Gahlen und damit für Schermbeck einzusetzen", lobte Bürgermeister Mike Rexforth das Engagement des Heimatvereins und versicherte im Hinblick auf die neue Wasserspielanlage: "Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für Gahlen."

Den bereits erwähnten Stöpsel aus dem oberen Becken entfernte Dr. Franz-Josef Schulte, der Geschäftsführer der RWW. Das Wasser suchte sich, ähnlich wie bei einem römischen Brunnen, den Weg zur nächsttieferen Metallschale, bevor diese das Wasser an eine dritte Schale weiterleitete. Von der letzten Schale aus floss das Wasser in den Sandkasten, wo Kinder es in kleine Furchen weiterleiteten. Die Spuren der Arbeit mit Wasser und Sand waren schon bald an den Kleidungsstücken der Kinder nicht mehr zu übersehen.

Der Heimatverein lud die Besucher zum Essen der "Göhlzen Rostbratwurst" ein, die die Familie Silke und Frank Mahnke gesponsert hatte. Die Bewirtung übernahm die Rentnertruppe des Heimatvereins. Zur Unterhaltung der Gäste trug die Dammer Einradgruppe bei; viel Applaus gab es für die zwölfköpfige Radlergruppe, die es geschickt verstand, freihändig und ohne Kollisionen auf der Straße selbst gewagte Formationen zu fahren.

Quelle: RP
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