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Hamminkeln
Dingden trauert um Pfarrer Hildebrand

Hamminkeln. Der beliebte Seelsorger wirkte fast 28 Jahre in Dingden. Zur Beerdigung am Samstag, 23. Januar, hat sich auch Weihbischof Wilfried Theising angekündigt. Er wird ab 9 Uhr das Requiem in der Pankratius-Kirche zelebrieren. Von Thomas Hesse

Der langjährige Pfarrer in Dingden, Josef Hildebrand, ist am Mittwoch im Weseler Marien-Hospital verstorben. Die Trauer um den verdienten Seelsorger ist groß.

Pfarrer em. Josef Hildebrand hat tiefe Spuren im Hamminkelner Ortsteil und in der Pfarrei St. Pankratius Dingden, heute Teil der Groß-Pfarrei Maria Frieden, hinterlassen. Josef Hildebrand wirkte knapp 28 Jahre in Dingden.

"Josef Hildebrand war ein bescheidener Mensch mit hoher Intelligenz und einem klaren Bewusstsein für Realität. In Bescheidenheit und Zurückhaltung hat er sich die Wertschätzung der Menschen in Dingden und Umgebung erworben", würdigte gestern die Gemeinde den Verstorbenen. Ein Herzensanliegen sei es gewesen, Menschen in Uganda zu helfen. "Es sind nicht die spektakulären Ereignisse, die seine Amtszeit prägten, sondern die stille Treue und Pflichterfüllung, die Einfachheit und die innere Zuwendung zu den Menschen", heißt es weiter. Bei allem Bemühen, in der Sprache verständlich zu bleiben, habe er sich gründlich unter anderem auf Predigten, Bibelabende und Vorträge vorbereitet. In seiner ausgleichenden Art war Pfarrer Josef Hildebrand "sorgfältig bemüht, Gelegenheit zum Anstoß zu vermeiden. In Problemfällen hörte er beide Seiten, und reagierte mit Behutsamkeit."

Der Seelsorger wurde am 21. Oktober 1936 in Gescher (Münsterland) geboren. Am 29. Juni 1965 empfing er die Priesterweihe in Münster. Am 4. Februar 1979 - Ernennung 1978 - wurde er als Pfarrer von St. Pankratius und Nachfolger von Pfarrer Bernhard Austermann eingeführt. Seit 1986 leitete er den Pfarrverband Hamminkeln-Schermbeck, wurde 1990 Definitor im Dekanat Wesel. Im Jahr 1991 wurde zusätzlich Pfarrverwalter von St. Antonius Loikum. Seit 2005 war er auch in der heutigen Pfarrei Maria Frieden - damals Seelsorgeeinheit - tätig. Am 5. November 2006 wurde er nach fast 28 Jahren in Dingden verabschiedet. Pfarrer Hildebrand lebte nach seiner Emeritierung in Dülmen. Im Dezember vergangenen Jahres kam er zurück nach Dingden, wo er bis zuletzt als Seelsorger tätig war.

Gläubige, die Abschied von dem Verstorbenen nehmen und an seinem Sarg ein stilles Gebet sprechen möchten, können dies im Dingdener Bestattungsinstitut Hüning, Weberstraße 4, tun. Und zwar am Samstag, 16. Januar, in der Zeit von 15 bis 19 Uhr, sowie am Sonntag, 17. Januar, 9 bis 13 Uhr. Eine Gebetszeit findet außerdem am Donnerstag, 21. Januar, um 18.30 Uhr in der Pankratius-Kirche statt.

Beerdigt wird Josef Hildebrand am Samstag, 23. Januar. Ab 8 Uhr besteht die Möglichkeit zur persönlichen Abschiednahme von dem Verstorbenen in der Pankratius-Kirche. Das Requiem ab 9 Uhr zelebriert Weihbischof Wilfried Theising. Ab etwa 10.15 Uhr startet die Prozession nach Angaben der Kirchengemeinde zum Friedhof an der Krechtinger Straße. Dort erfolgt dann die Beisetzung in einem der Priestergräber. Aufgrund der Prozession wird der Straßenverkehr für kurze Zeit beeinträchtigt.

Quelle: RP
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