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Kreis Wesel
Discgolf und Ball-Bounce: Neue Sportarten im Test

Kreis Wesel. Ball-Bounce ist mit Feldhockey verwandt. Zwei Mannschaften versuchen mit ihren Schlägern, einen kleinen Ball im gegnerischen Tor zu versenken. Allerdings dribbeln und schlagen die Ball-Bounce-Spieler mit einem Schläger, der wie ein Knüppel aussieht und aus weichem Kunststoff besteht. Der Ball ist nicht aus hartem Kork oder hartem Kunststoff gefertigt, sondern aus weichem. "Außerdem sind die Regeln einfacher", sagt Anna Klaasen. Sie ist Mitarbeiterin des Kreissportbundes Wesel für den Kinder- und Jugendsport. Als solche organisiert sie alle zwei Jahre das Sporthelferforum mit, zu dem der Kreissportverband Kleve in geraden Jahren einlädt und der Kreissportverband Wesel in ungeraden. Bei den Treffen lernen die Sporthelfer vor allen neue Sportarten kennen, wie beim diesjährigen Forum im Enni-Sportpark im Moerser Stadtteil Rheinkamp. Von Peter Gottschlich

Es kamen 100 Sporthelfer und zehn Lehrer von acht Schulen. Zum einen waren es Schüler dreier Moerser Schulen, wie das Gymnasium Rheinkamp Europaschule Moers, das Grafschafter Gymnasium und die Geschwister-Scholl-Schule. Dazu reisten Schüler der näheren und weiteren Umgebung mit Shuttlebussen an, von der Europaschule Kamp-Lintfort, der Marienschule Xanten, der Gesamtschule Mittelkreis Goch, dem Andreas-Vesalius-Gymnasium Wesel und dem Theodor-Heuss-Gymnasium Dinslaken. Diese Schulen haben Sporthelfer, die es nicht überall gibt. "Das sind Schüler, die bei den Nachmittagsangeboten der Schulen mithelfen, zum Beispiel bei einer Arbeitsgemeinschaft Fußball oder Basketball", berichtete gestern Anna Klaasen. "Sie helfen nicht beim Sportunterricht mit. Der bleibt Sache der Sportlehrer." Diese Schüler besuchen vor allem die neunten bis zwölften Klassen und sind 14 bis 17 Jahre alt.

Um sich untereinander auszutauschen und etwas über neue - manchmal auch klassische - Sportarten zu erfahren, kommen sie in ganz Nordrhein-Westfalen an unterschiedlichen Orten zusammen. Alle an einem Tag, ist diese Sporthelferausbildung doch ein Projekt der Sportjugend des Landessportbundes und wird vom Landesfamilienministerium gefördert, das auch für die Bereiche Sport und Jugend zuständig ist.

Beim Sporthelferforum in Moers konnten die Schüler wählen, welche Sportarten sie kennenlernen wollten, um sie nach einer kurzen Theorie gleich in der Praxis auszuprobieren. Zum Beispiel spielten sie neben Ball-Bounce Discgolf, bei dem der Golfball durch eine Frisbee ersetzt. Diese hatten sie über ein oder zwei Zwischenpunkte in einen Korb zu befördern, der nach dem Einlochen immer wieder neu in der Natur aufgestellt wurde. Oder sie übten mit der Balance-Rolle, die sie so groß wie eine Kopfkissenrolle ist, aber aus Styropor besteht, um Arme, Beine oder Körper darüber gleiten zu lassen. Ferner ließen sich die Sporthelfer bis zum frühen Nachmittag Fechten, Rugby, Rettungsschwimmen, Beachvolleyball und Yoga näherbringen.

Quelle: RP
 
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