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Schermbeck
DLRG-Kader trainiert jetzt in Schermbeck

Schermbeck: DLRG-Kader trainiert jetzt in Schermbeck
Mike Rexforth, Dr. Hartmut Beuker, Heinz Pawlik, Thorsten Sonsmann, Thomas Wittwer, Birgit Howitz und Karl-Heinz Lebeda (v.l.) mit der Urkunde FOTO: Scheffler
Schermbeck. Landesleistungsstützpunkt: Rettungsschwimmer üben im Schermecker Hallenbad für ihre Wettkämpfe auf nationaler und internationaler Ebene. Bürgermeister freut sich über "tolle Werbung" für die Gemeinde. Von Helmut Scheffler

"Das ist eine tolle Werbung für Schermbeck", bescheinigte Bürgermeister Mike Rexforth den Gästen, die am Wochenende ins Hallenbad kamen, um an der Überreichung einer ganz besonderen Urkunde teilzunehmen. Das Schermbecker Hallenbad ist jetzt ein Landesleistungsstützpunkt für Rettungssport. Der Rettungssport ist ein Teilbereich, den die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) neben der Schwimmausbildung, dem Katastrophenschutz, dem Rettungstauchen, dem Bootswesen, der Ersten Hilfe und der Jugendarbeit bietet. Für die Abdeckung dieser Aufgaben gibt es derzeit in NRW 230 Landesleistungsstützpunkte - allerdings nur zwei für den Rettungssport. Einer davon ist jetzt Schermbeck.

Lob gab es von Mike Rexforth und von Thomas Wittwer, Vorsitzender des WSV Schermbeck, für Dr. Hartmut Beuker (Vizepräsident des DLRG-Landesverbandes) und Birgit Howitz (Vorsitzende des Arbeitskreises Rettungssport im DLRG-Landesverband) dafür, dass die Auswahl auf Schermbeck fiel. Im Gegenzug dankten die Vertreter des Verbandes für die "nicht selbstverständliche Bereitschaft" der Gemeinde, das Hallenbad zur Verfügung zu stellen.

Dass Schermbeck ausgewählt wurde, hat sicher etwas mit Thorsten Sonsmann, Sportleiter des Schermbecker Wassersportvereins, zu tun. Im Rettungsschwimmsport, dem sich Sonsmann seit Anfang der 90er Jahre widmet, hat er bereits wenige Jahre später die ersten Erfolge erzielt. 1995 wurde er bei den Hallen-Wettkämpfen mit der Mannschaft Deutscher Vizemeister. Bei der Rescue-Weltmeisterschaft 1998 in Neuseeland gewann er die Silbermedaille.

Die Vizeweltmeisterschaft im 100-Meter-Retten mit Flossen bei der Rescue-WM 2004 im italienischen Viareggio, die dreifache Europameisterschaft in den Staffeln bei den Hallen-Wettbewerben 2005 und die vier EM-Titel in den Freigewässer-Disziplinen Surfski-Relay, Taplin-Relay, Board-Relay und Beachsprint-Relay waren weitere Triumphe.

Bei der Rescue-WM 2008 erzielte Sonsmann, Mitglied des TuS Gahlen, mit der DLRG-Ortsgruppe Alpen einige Spitzenplätze. Seit neun Jahren ist er im Landesverband als Trainer tätig.

Mit den Landesleistungstrainern Thomas Elbers (DLRG Goch), Christoph Heyer (DLRG Rheurdt), Max Reichert (DLRG Bonn) und Sabrina Welters (DLRG Duisburg) wird Thorsten Sonsmann in Schermbeck Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in einem Nachwuchskader fördern.

Zum Landeskader 2016 gehören 30 Sportler. Im Perspektivkader stehen 37 Talente. Sie alle haben die Möglichkeit, zusätzlich zu den Übungsstunden in ihren Ortsgruppen das Kadertraining am Landesleistungsstützpunkt in Schermbeck zu besuchen. Das findet einmal monatlich statt. "Es steht dann weniger das reine Schwimmtraining im Vordergrund, sondern es geht vielmehr um die technischen Fertigkeiten, die im Wettkampfsport der DLRG typisch sind", sagt Thorsten Sonsmann. Dazu gehörten das Untertauchen von Hindernissen, das Schleppen von Puppen und der Umgang mit Gurtrettern und Schwimmflossen.

Neben dem Kadertraining in Schermbeck wird es im Mai am Wisseler See (Kalkar) und am Elfrather See (Krefeld) zwei mehrtägige Freiwasser-Trainingslehrgänge geben. Nächster Wettkampf für das Junioren-Team der Landesverbände Nordrhein und Westfalen ist Anfang Juli der Junioren-Rettungspokal in Glücksburg/Rendsburg. Dort geht es für den Nachwuchs um die Tickets zur Junioren-Weltmeisterschaft, die im September in den Niederlanden (Eindhoven/Noordwijk) stattfindet.

Außerdem werden im Mai die Landesmeisterschaften in den Hallenbad-Disziplinen im Weseler Heubergbad und im Juni die Titelkämpfe in den Freiwasser-Disziplinen am Wisseler See in Kalkar ausgetragen. Dort gehen die Teilnehmer für ihre Vereine und Ortgruppen an den Start und wollen sich für die Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen im November qualifizieren.

Quelle: RP
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