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Niederrhein
Duisburg: Gute Büroräume werden rar

Niederrhein. Der Gesamtumsatz des Büromarktes liegt bei rund 81.000 Quadratmetern. Die Leerstandsquote sinkt. Von Lena Köhnlein

Duisburgs Leerstandquote bei Geschäftsimmobilien sinkt. Das heißt: Weniger neue Unternehmen können sich in der Stadt ansiedeln. Grund für die an sich positive Entwicklung ist, dass Duisburg 2015 einige Firmen und Einrichtungen für sich gewinnen konnte. Das Interesse an der Stadt ist da, zeigen die Zahlen des Marktberichts der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW) für 2015.

Erst jüngst wurde bekannt, dass das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) 16.500 (noch zu bauende) Quadratmeter am Hauptbahnhof beziehen wird. "In 2015 wurden 81 Vermietungen von Büroflächen größer als 100 Quadratmeter bekannt", so Christian Felix Hendel, Projektmanager der GFW. 70.500 Quadratmeter wurden 2015 vermietet, hinzu kommen Kaufabschlüsse in der Summe von 10.500 Quadratmetern. Der Gesamtumsatz liegt somit bei mehr als 81.000 Quadratmetern.

Davon entfällt ein großer Teil an das LANUV. Ebenso an die Stadt: Sie hat ein 5.120 Quadratmeter-Areal an der Beekstraße angemietet. Das Evangelische Krankenhaus Duisburg-Nord (3.680 Quadratmeter), die Commerz Direktservice GmbH (2.800 Quadratmeter) sowie die Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbh (2.500 Quadratmeter) gehören zu den Umsatzbringern im vergangenen Jahr. Örtlich gesehen liegen rund 57 Prozent davon in der Innenstadt, es folgen die nördlichen Stadtteile mit 17 und der Innenhafen mit elf Prozent.

Auf der einen Seite siedeln sich viele Firmen in Duisburg an, auf der andern gibt es immer weniger Raum für neue Unternehmen. Die Leerstandsquote fiel gegenüber 2014 von vier auf drei Prozent. Von den übrigen 64.000 Quadratmetern verfügbarer Fläche (abzüglich der Wohnungsbaugesellschaft Vonovia, die jüngst 6.600 Quadratmeter im Silberpalais gemietet hat), werden 80 Prozent als einfacher oder mittlerer Nutzwert eingestuft, so Markus Büchte, Vorstand der CUBION Immobilien AG. Das bedeutet, sie befinden sich in einem älteren Zustand. Viele Firmen würden aber neue Gebäude suchen. Außerdem gäbe es nur wenige große Flächen am Stück. Auch ein Problem: geeignete Mieter zu finden.

2015 entstanden rund 11.500 Quadratmeter neuer Büroraum. Davon sind nur noch 500 "leere" Quadratmeter übrig. 2016 sollen 9.500 Quadratmeter fertiggestellt werden, diese sind aber schon vergeben.

Was geplant sei, etwa im Bezug auf die brachliegende Fläche in der Steinschen Gasse in der Fußgängerzone? Das gehe demnächst in die politischen Gremien - mehr möchten die Akteure noch nicht verraten. Ein Investor aus dem Westfälischen hat Interesse bekundet, dort Wohnungen, Geschäfte und Büros zu errichten.

Quelle: RP
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