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Niederrhein
Duisburger sollen das neue Stadt-Image entwickeln

Niederrhein. Duisburg soll ein besseres Image bekommen. Das ist das Ziel einer langfristig angelegten Leitbildentwicklung, die auf Initiative des Oberbürgermeisters Sören Link ins Leben gerufen und mit breiter Mehrheit vom Rat beschlossen wurde. Von Carolin Skiba

Am 17. April startet das Projekt mit einer Auftaktveranstaltung in der Mercatorhalle, zu der alle Duisburger eingeladen sind. Mittelpunkt der sollen die Ideen der Menschen sein, die Duisburg am besten kennen. "Das Image verbessert sich von innen heraus, wir brauchen eine Aufbruchstimmung, die derzeit schon überall zu spüren ist und die wir nutzen wollen", sagt Link.

Noch immer habe Duisburg ein Image, das der Stadt nicht mehr gerecht werde. Peter Joppa, Geschäftsführer des Duisburg Kontors sagt: "Man nimmt Duisburg immer noch als Stadt der rauchenden Schlote und der Zechen wahr. Aber das sind wir nicht." Leute würden vor die Mauer des schlechten Images laufen, denn Duisburg habe neben der Industrie viel mehr zu bieten. "Wir liegen einzigartig an Rhein und Ruhr, haben ein unglaubliches Freizeit- und Kulturangebot, sind Sport- und Wasserstadt und haben eine spannende Kulisse aus Industrie und Natur", sagt OB Link. Duisburg sei lebens- und liebenswert, nur gelinge es anscheinend nicht, die Stärken in das richtige Licht zu setzen. Mal sei Duisburg die Sportstadt, mal die Hafenstadt, mal die Mercatorstadt. Ob es wirklich nur ein Merkmal sein soll, oder doch die ganze Vielfalt von Duisburg, die am Ende Imagebildend sein wird, soll gemeinsam mit den Bürgern diskutiert werden. "Alle haben die Chance, sich zu beteiligen", betont der OB, "alle, die mit Herz und Verstand etwas für ihre Stadt tun wollten, sind herzlich willkommen, dies auch zu machen."

Zur Auftaktveranstaltung, die von WDR-Sprecherin Asli Sevindim moderiert wird, sollen aktuelle Fragen rund um das Image diskutiert werden. Jutta Stolle von Haniel, Prof. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, Bülent Aksen vom DFB und Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, haben neben dem OB für die Talkrunde der Eröffnungsveranstaltung zugesagt. Ein Programm aus Musik und Kabarett ist ebenfalls geplant. "Außerdem wird es im Foyer der Mercatorhalle fünf Themenstände geben, an denen sich die Bürger über verschiedene Themen informieren und mit Experten diskutieren können", sagt Birgit Nellen, die den Image- und Leitbildprozess als Leiterin der Stabsstelle Strategisches Marketing verantwortet.

Diese Stände sollen einen Vorgeschmack geben auf die Themenwerkstätten, die von Mai bis Oktober in allen Duisburger Stadtbezirken stattfinden sollen. "Die Bürgerveranstaltungen werden von professionellen Moderatoren geleitet. Nach jeder Ideenwerkstatt werden die gesammelten Ideen gebündelt, konkretisiert und zusammengefasst", sagt Nellen. Parallel können sich alle Interessierten unter www.ideen-fuer-duisburg.de über den Stand der Dinge informieren oder Ideen einbringen. Weil alles transparent sein und auf vielen Kanälen stattfinden soll, werde man auch in Gastronomie und anderen öffentlichen Plätzen Karten auslegen, auf denen die Wünsche der Bürger notiert werden können.

Ziel ist es, aus den Ergebnissen der diesjährigen Anstrengungen bis zum Frühjahr 2017 ein Leitbild für Duisburg zu entwickeln. Im Anschluss soll das Leitbild in einer Marketing- und Imagekampagne umgesetzt werden.

Quelle: RP
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