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Niederrhein
Duisburgs neue Uni-Mensa für 23,8 Millionen Euro

Niederrhein: Duisburgs neue Uni-Mensa für 23,8 Millionen Euro
Bei der Übergabe (von links) Sabina De Castro vom Studierendenwerk, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Uni-Rektor Prof. Ulrich Radtke und Oberbürgermeister Sören Link. FOTO: Christoph Reichwein
Niederrhein. Jetzt überreichte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze den Bewilligungsbescheid für den Neubau, der bis 2018 auf dem Duisburger Uni-Campus errichtet werden und die beiden alten Mensen ersetzen soll. Von Peter Klucken

Das Timing war perfekt, wenn auch nicht geplant: Als Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die alte Mensa betrat, um den Bewilligungsbescheid für den Bau der neuen feierlich zu überreichen, da tropfte es von der Decke. Ein Wasserrohrbruch sorgte dafür, dass sich die Mensa als in die Jahre gekommenes Gebäude präsentierte, das ersetzt werden muss.

Genau das wird nun geschehen. Die neue Mensa soll auf einem 3200 Quadratmeter großen Grundstück am Forsthausweg/ Ecke Carl-Benz-Straße gebaut werden. Die Ministerin nannte als "ehrgeiziges Ziel", dass der Neubau bis 2018 fertiggestellt wird. Das dafür notwendige Geld gab es für die Universität Duisburg-Essen (UDE) beziehungsweise für das Studentenwerk in Form jenes Bewilligungsbescheids des Landes NRW, das 23,3 Millionen Euro für den großen Neubau bereitstellt.

Nach der Bescheid-Übergabe übernimmt nun das Studierendenwerk Essen-Duisburg die Regie. Für Sabina de Castro, die seit eineinhalb Jahren das Studentenwerk der UDE leitet, ist der Mensa-Neubau das bislang größte Bauprojekt ihrer Amtszeit. Notwendig ist der Neubau zum einen, weil die Zahl der Studierenden enorm gestiegen ist. Auch die Essgewohnheiten hätten sich geändert. De Castro: "Es werden mehr vegetarische und vegane Speisen, Bioprodukte sowie regionale und saisonale Lebensmittel verlangt. Deshalb planen wir eine moderne, multifunktionale und nachhaltige Mensa, die all diesen Ansprüchen gerecht wird."

Die neue Mensa soll Platz für etwa 1000 Essensgäste bieten und täglich bis zu 5000 Mittagessen ausgeben können. Beim Neubau sollen energetische Bauprinzipien einschließlich einer Photovoltaik-Anlage berücksichtigt werden. Weitere Maßnahmen in diesem Bereich werden zusammen mit dem benachbarten Zentrum für Brennstofftechnik geplant. Die alten Mensen können nach Inbetriebnahme der neuen von der Uni beispielsweise als Lern- und Aufenthaltsorte genutzt werden. Es gibt bereits Überlegungen, in der alten Mensa eine PC-Halle für Online-Klausuren einzurichten, die es bislang nur auf dem Essener Campus gibt.

Wie die neue Mensa aussehen wird, steht noch nicht fest. Der zuständige Bauingenieur des Studierendenwerks, Dirk Schückhaus, sagte, dass man die Möglichkeiten des Baugrundstücks noch untersuchen müsse, um beispielsweise sagen zu können, wie hoch die neue Mensa gebaut wird. Er möchte eine "funktionale, aber auch schöne Mensa" bauen. Außerdem soll die neue Mensa nicht nur zum Speisen genutzt werden, um dann in den Nachmittags- und Abendstunden leerzustehen. Mit Trennwänden und einer Bühneneinrichtung soll die neue Mensa auch Ort für kulturelle oder andere Veranstaltungen werden.

Quelle: RP
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