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Schermbeck
Ehrenamtler sorgen für Erhalt einer Bücherei

Schermbeck: Ehrenamtler sorgen für Erhalt einer Bücherei
Einige der Büchereibetreuer (v.l.): Mechtild Werner-Weinekötter, Monika Schlebusch, Bärbel Baumeister, Walburga Eifert, Monika Ulich, Steffen Sondermann, Margot Alfers, Gabriele Dickmann, Katja Scheidt, Heidi Wirtz, Christina Geurts und Susanne Berghaus FOTO: Scheffler
Schermbeck. Es fehlt nur noch die Zustimmung des Kulturausschusses in seiner Sitzung am 30. November. Dann wird die kommunale Bücherei zum 31. Dezember geschlossen. Danach arbeiten die ehrenamtlichen Teams der Kommunalbücherei und der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) gemeinsam in der erweiterten KöB an der Erler Straße, um den Schermbeckers weiterhin ein attraktives Medienangebot präsentieren zu können (wir berichteten exklusiv).

Mittwochabend trafen sich die Ehrenamtler mit Pastor Klaus Honermann und Bürgermeister Mike Rexforth in den Räumen der KöB, um über das Zustandekommen der gemeinsamen Arbeit und über die Vorstellungen von der neuen Bücherei zu berichten. "Es ist besser, wenn zwei etwas gemeinsam tun, als wenn jeder für sich etwas allein tut", sagte Pastor Honermann. Losgelöst von politischen Ideologien, sei es darum gegangen, der Gemeinde ein weiteres kulturelles Angebot zu erhalten. "Es gibt", so Honermann, "keine katholischen Bücher, sondern nur gute und schlechte Bücher." - "Wir waren uns relativ schnell einig", berichtete Bürgermeister Rexforth von einem Gespräch mit Pastor Honermann nach den Sommerferien. Beide Büchereien standen vor denselben strukturellen Problemen, bei sinkenden Leserzahlen die Betreuung der Bücherei auf den Schultern ehrenamtlicher Helfer organisieren zu müssen.

In mehreren gemeinsamen Gesprächen wurde das Modell der gemeinsamen Büchereibetreuung entwickelt. Monika Schlebusch, die bisherige Mitarbeiterin der Kommunalbücherei, wird bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand in zwei Jahren als Fachkraft den Ehrenamtlern zur Seite stehen. Zum Team der Ehrenamtler gehören Susanne Berghaus und Monika Ulrich ebenso wie Marlies Erwig, Walburga Eifert, Margot Alfers, Gabriele Dickmann, Katja Scheidt, Petra Triptrap, Heidi Wirtz, Kerstin Kühnert, Steffen Sondermann, Angelique Sluka, Petra Haßlinghaus, Mechtild Werner-Weinekötter und Christina Geurts. An der Finanzierung der Zusammenarbeit beteiligen sich Kommune und Kirchengemeinde, sei es durch feste Geldzuweisungen oder aber durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Die bisherigen Medienbestände werden durchforstet. Fest steht, dass ein Großteil der Medien aus räumlichen Gründen nicht mehr im Bestand bleiben kann. Eine detaillierte Entscheidung über die Auswahl der Medien aus den beiden bestehenden Beständen soll in den nächsten Wochen getroffen werden. Auf keinen Fall soll es nur in Richtung Bestseller hinauslaufen. Kinder- und Jugendbücher werden ebenso zur Ausleihe angeboten wie digitale Medien. Der Bestand an Sachbüchern soll reduziert werden. Für die Unterbringung der Medien stehen zwei Räume zur Verfügung. Sie erhalten zum Teil bewegliche Regale, damit die Räume weiterhin für kirchliche Gruppen genutzt werden können.

Die Zahl der Ehrenamtler erlaubt es, die Bücherei wöchentlich 17 Stunden zu öffnen: montags und donnerstags von 9.30 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr, samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr und sonntags von 11.30 bis 12.30 Uhr. Darüber hinaus soll es künftig Lesungen für Kinder, für Erwachsene und Buchvorstellungen geben. Es können sich auch Literaturkreise bilden. Die gemeinsame Bücherei soll Mitte April eröffnen. Bis dahin können in der KöB Medien sonntags zwischen 11.30 und 12.30 Uhr sowie donnerstags zwischen 17 und 18 Uhr ausgeliehen werden.

Der Jahresbeitrag soll für Erwachsene zehn Euro betragen. Kinder zahlen nichts.

(hs)
 
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