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Hamminkeln
Eichen an der Krechtinger Straße müssen weichen

Hamminkeln. Bei Ausschachtungsarbeiten wurden die Wurzeln der Bäume irreparabel beschädigt. Von Thomas Hesse

Nach den letzten Äußerungen, dass etliche Bäume bei der Sanierung der Krechtinger Straße in Dingden fallen sollen, ist es jetzt amtlich: Beim Ausbau der Straße werden die Eichen an den Fahrbahnrändern weichen. Grund ist, dass wegen der Breite und der Tiefe bei den Ausschachtungen die Wurzeln irreparabel geschädigt werden. Außerdem haben die Wurzeln der Bäume am Friedhof die Straßendecke nach oben gewölbt.

Baumschwund ist ein sensibles Thema. Deshalb wird es auch öffentlich behandelt, bevor am Donnerstag, 29. Juni, der Bauausschuss sein Votum abgibt. Zuvor will die Verwaltung bei einem Ortstermin mit der zuständigen Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Wesel klären, was man tun kann, um einzelne Bäume zu retten. Ersatzanpflanzungen sind sonst vorgesehen. Das Ergebnis wird dann in die Anwohnerversammlung getragen, die zwei Tage vor dem Ausschuss am Dienstag, 27. Juni, 18 Uhr, in der Gaststätte Hoffmann stattfindet. Die Verwaltung stellt dann den Ausbau insgesamt vor, wobei es auch um das sensible Thema Kosten geht. Die werden großenteils auf die Anlieger umgelegt. Helmut Wisniewski (USD) sieht den Baumschwund pragmatisch: "Bäume weg, die Straße ausbauen und Ersatzanpflanzungen vornehmen." Und zwar standortgerechte Bäume, die schon eine gewisse Größe haben und flacher wurzeln als Eichen. Ob die Anzahl ersetzt wird, die gefällt werden soll, ist unklar. Denn geplante Parkstreifen schränken den Raum ein.

Der Zustand der Krechtinger Straße ist seit langem von Unebenheiten, Schlaglöchern und Rissen zwischen Sachsenstraße und Freibad gekennzeichnet. Für die Verwaltung ist klar, dass die Straße neu aufgebaut werden muss. Dass dies so spät geschieht, hat bekanntlich mit dem langen Warten und kürzlichen Scheitern der geplanten Fernwärmeversorgung zu tun. Die Sanierung sieht vor, die Straßenbreite von sechs Metern beizubehalten, um freie Fahrt für Lkw im Gegenverkehr zu ermöglichen. Dazu muss eine 65 Zentimeter dicke Schicht aus Frostschutz, Schotter und Asphalt aufgefüllt werden. Wegen der Tiefe des Aushubs müssen die sehr nahe am Straßenrand stehenden Eichen weichen. Auch beim Einbau der Schichten würden die Bäume durch den Sauerstoffmangel geschädigt werden, sagen die Straßenbauer.

Quelle: RP
 
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