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Wesel
Eifert (FDP) verteidigt Sparkurs bei Buslinien

Wesel. In die Debatte um das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Wesel schaltet sich nun auch die FDP ein. Die Linke hatte vorgeschlagen, dass Wesel eine eigene Busflotte bereithalten und sich vom Niag-Netz abkoppelt solle. Zustimmung gab es von den Grünen in Wesel.

Friedrich Eifert ist sachkundiger Bürger der FDP und Vertreter im Arbeitskreis ÖPNV in der Stadt Wesel. Er verweist auf das Gutachten des Büros Pachan aus Xanten, das nach einer Analyse des Nahverkehrsnetzes vorgeschlagen hatte, das Busangebot am Abend und am Wochenende zu reduzieren. Anrufsammeltaxen sollen stattdessen die Fahrten übernehmen. "So ist es auch im Kreis verabschiedet worden. Gleichwohl gab es später Stimmen insbesondere von den Linken, die den Busverkehr am Abend vollends aufrecht erhalten wollten", kritisiert Eifert. Die Grünen wiederum würden mit ihrem Vorschlag, künftig Gebühren für das Parken am Bahnhof zu nehmen, "die Axt an den Individualverkehr" anlegen.

Die Ausdünnung des Busplans sei notwendig, schreibt Eifert. In Wesel nutzten weniger Menschen Busse als in anderen Städten im Kreis. Dafür seien hier deutlich mehr mit dem Rad unterwegs. Auch deshalb wäre es nicht wirtschaftlich, das Busnetz in bisheriger Breite zu halten. "In Summe ist das heutige Konzept für Wesel und seine Menschen tragbar. Wer nach 20 Uhr die leeren Busse durch Blumenkamp fahren sieht, wird dies bestätigen. Verkehr der Zukunft wird mit autonomem Fahren neue Lösungen herausfordern." Zur Grünen-Kritik an der Südumgehung sagte er: "Ulrich Gorris missachtet Realitäten."

(sep)
 
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