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Schermbeck
Ein Ausflug in längst vergangene Zeiten

Schermbeck: Ein Ausflug in längst vergangene Zeiten
Sabine Schulz von der Arbeitsgruppe "Handarbeit kreativ und Blaudruck" zeigte den Besuchern, wie schmucke Deckchen geklöppelt werden. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Gahlener Heimatverein veranstaltete an der "Ollen Schuer" ein Tennenfest. Von Helmut Svcheffler

Einen lehrreichen und erlebnisreichen Ausflug in die Lebens- und Arbeitswelt ihrer Vorfahren boten Mitglieder des Heimatvereins Gahlen gestern im Umfeld der "Ollen Schuer" in der Gahlener Bruchstraße. Ganztägig nutzten mehrere hundert Besucher die Gelegenheit, verschiedenen Arbeitsgruppen des mehr als 600 Mitglieder zählenden Heimatvereins bei der Arbeit zuzuschauen.

Auf dem Acker des Heimatvereins wurden von den Landtechnikfreunden gleich mehrere landwirtschaftliche Arbeitsvorgänge gezeigt, die erforderlich sind, um ein abgeerntetes Feld für die Einsaat der nächsten Feldfrucht vorzubereiten. Auf einem kleinen Feldstück zeigten die Landtechnikfreunde zudem, wie Gras gemäht wird und wie man das Gras mit einem Gabelheuwender umdrehen kann, der ursprünglich von einem Pferd, gestern aber von einem Traktor gezogen wurde. Ein Stückchen weiter wurden Kartoffeln maschinell mit der "Wühlmaus" ausgegraben.

Mehrere befreundete Vereine brachten landwirtschaftliche Geräte mit nach Gahlen, so dass ein richtig großes Open-air-Museum entstand. Wilhelm Rössing von den "Erler Ackergiganten" stellte beispielsweise den Besuchern seinen Traktor "Holder B 10" aus dem Jahre 1958 vor. Sein Vereinskamerad Franz-Josef Gülker wusste viel über Deutz-Traktoren zu erzählen.

Beim Rundgang durch die "Olle Schuer" konnten die Besucher all die Gerätschaften besichtigen, die die Gahlener Bevölkerung in früheren Zeiten benutzte, um die Arbeiten im Haushalt, im Stall und auf den Feldernzu bewältigen. Die "Historische Löschgruppe" stellte ihren neuen Raum im Erdgeschoss vor. Dort gibt es jetzt einen Raum, in dem der mühevolle Waschvorgang demonstriert werden kann, was Sabine Höchst und Beate Heyne machten. Gisela Anschütz, die dem Verein eine maschinelle Mangel geschenkt hatte, demonstrierte gestern den Besuchern jene Arbeit, die sie 25 Jahre lang verrichtete.

Im Obergeschoss konnten erstmals komplett eingerichtete Museumsräume besichtigt werden: eine Küche, ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und zwei kleine Nebenräume mit Sammlungen von Haushaltsgeräten und Dingen des schulischen Alltags.

Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten gleich mehrere Gruppen. Auch an die Jungen und Mädchen hatte der Heimatverein gedacht. Auf die Kinder wartete eine Hüpfburg. Die Schermbecker Sängerin Sängerin Sally Sue unterhielt die Gäste mit Country-Musik. Lieder wie "Country roads", "Rose garden" und "Ring the fire" waren so recht nach dem Geschmack der Zuhörer.

"Ein herzliches Dankeschön gilt allen Ehrenamtlichen, die mitgeholfen haben, dass unser umfangreiches Sammelgut nun strukturiert gezeigt werden kann", dankte der Heimatvereinsvorsitzende Jürgen Höchst allen freiwilligen Helfern.

Quelle: RP
 
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