| 00.00 Uhr

Schermbeck
Ein phantasievoller Weltenflug im Angesicht des Todes

Schermbeck: Ein phantasievoller Weltenflug im Angesicht des Todes
Rolf Freiberger mit seinem neuen Roman "404". FOTO: hs
Schermbeck. Was muss in einem dreizehnjährigen Mädchen vor sich gehen, wenn es seine Lebenssituation mit "Game over" bezeichnet? Dieser Frage geht der Dammer Rolf Freiberger in seinem neuen Roman "404" nach, der soeben erschienen ist und zum Preis von 9,90 Euro unter Angabe der ISBN 978-3-7450-6373-8 im Buchhandel bezogen werden kann. Ein E-Book soll in Kürze folgen.

Der 68-jährige Rentner Rolf Freiberger hat schon erfolgreich mehrere Romane publiziert. In "Anindos 134. Leben" schilderte er ein Kinderleben im Armenviertel von Sri Lanka. In der autobiografischen Erzählung "Ich muss mal telefonieren" standen seine Erlebnisse mit einem Alzheimer-Patienten im Mittelpunkt. Der Autor ist Mitglied im Weseler Autorenkreis "Kopf-Weide", mit dem er schon Veröffentlichungen realisiert hat. Er selbst gründete den Kreis "Die Federweisen". Mit dem gleichen Engagement betreut er ehrenamtlich zwei Lesepatenkinder und als so genannter Bildungspate ein afghanisches Flüchtlingskind.

Die "404" auf dem Titelbild des neuen Romans ist die Nummer eines Sterbezimmers. Hier liegt Nele mit Leukämie im Endstadium und hat vielleicht noch zwei Wochen zu leben. Auf 280 Seiten beschreibt Rolf Freiberger einfühlsam die Achterbahnfahrt der Gefühle zwischen Hoffen und Bangen, tiefster Verzweiflung und überschäumender Freude.

Neles beste Freundin Lara hat eine ungewöhnliche Idee, um ihr die letzten Lebenstage zu verschönern. Ihr Onkel, der Pilot bei der Lufthansa ist und sie früher mit seinen Geschichten vom Fliegen fasziniert hat, soll auch Nele mit solchen Geschichten aufheitern. Onkel Andreas entwickelt mit Lara einen umfangreichen Plan. Nach einem sich jeden Tag wiederholenden Ritual verwandelt sich Nele mit der Hilfe von Andreas in eine Silbermöwe und fliegt um die Welt.

Nele gleitet durch den Grand Canyon, wird Prinzessin auf Schloss Neuschwanstein, erhält in Rom den Segen des Papstes und nimmt an der ersten Weltmeisterschaft im Möwen-Kunstflug teil, um nur einige Stationen zu nennen. Nele gewinnt zunehmend an Zuversicht, fühlt sich besser und ist bereit zu kämpfen.

Doch dann wird eine Blutuntersuchung angeordnet, die mit einer Unstimmigkeit einer am Vortag genommenen Blutprobe zusammenhängt. Für Nele bricht eine Welt zusammen. Ihr ist klar, ihre Zeit ist jetzt abgelaufen. War sie vorher im Glauben, sich mit dem Tod abgefunden zu haben, bekommt sie jetzt panische Angst. Ihre Vorfreude auf die Flugerlebnisse ist wie weggeblasen. Das Ergebnis der Untersuchung bekommt sie erst in zwei Tagen. Bis dahin fühlt sie sich nicht in der Lage, zu fliegen. Die furchtbaren Gefühlsschwankungen müssen auch Neles Eltern und ihre Freundin Lara durchmachen.

Neles Mitpatientin für kurze Zeit, die exzentrische Sandra, besucht Nele nach ihrer Entlassung regelmäßig. Zwischen beiden entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft und sie führen hinreißende Dialoge. Etliche kontextbezogene Gedichte geben dem Buch eine besondere Note. Es werden Sinnfragen gestellt und auch beantwortet.

Freiberger ist bereit, in die Schulen zu gehen, um Kinder für seine Romane zu begeistern. Kontaktuinter der Rufnummer 02853 91659 oder üer Mail an rolf.freiberger@arcor.de; www.rolf-freiberger.de

(hs)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schermbeck: Ein phantasievoller Weltenflug im Angesicht des Todes


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.