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Serie Die Ausbildungsinitiative Kreis Wesel - Präsentiert Von Altana (folge 10)
Eine Brücke zur Berufsausbildung

Serie Die Ausbildungsinitiative Kreis Wesel - Präsentiert Von Altana (folge 10): Eine Brücke zur Berufsausbildung
Pascal Trinca macht in der Star-Tankstelle in Dinslaken eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. FOTO: Büttner / privat
Wesel. Von der betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) profitieren Lehrstellen-Suchende und Arbeitgeber gleichermaßen. Von Florian Langhoff

Kreis Wesel Möglichkeiten für den Ausbildungsbetrieb, die Lehrlinge vor dem Beginn ihrer Lehrzeit kennenzulernen, sind in den meisten Fällen beschränkt. Durch Bewerbungsunterlagen und ein Bewerbungsgespräch erfährt man nicht unbedingt, ob man den geeigneten Kandidaten für die Lehrstelle gefunden hat. Und auch als zukünftiger Lehrling ist man sich vielleicht nicht sicher, was den zukünftigen Ausbildungsberuf angeht. Hier schafft die betriebliche Einstiegsqualifizierung Abhilfe. "Das ist eine sehr gute Möglichkeit zu schauen, ob es zwischen dem Ausbilder und dem Auszubildenden passt", sagt Silvia Worring, Teamleiterin beim Jobcenter Kreis Wesel.

Einer, der von dem Konzept profitiert hat, ist der 20-jährige Pascal Trinca. An der Star-Tankstelle von Romana Nimwegen an der Augustastraße in Dinslaken hat er gerade seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann begonnen. "Für ihn ist das alles schon Routine", sagt Romana Nimwegen. Denn ihr neuer Lehrling arbeitet schon seit gut sechs Monaten in ihrem Betrieb. "Er ist schon der vierte oder fünfte Lehrling, den ich über die Einstiegsqualifizierung bekomme und bisher war ich immer sehr zufrieden", sagt die Pächterin der Tankstelle. "Gerade bei einem kleinen Betrieb ist es sehr wichtig, dass der Lehrling auch zum Unternehmen passt", erklärt sie.

Pascal Trinca ist froh, dass er eine Ausbildungsstelle gefunden hat. Der 20-Jährige hatte seinen Schulabschluss nachgeholt und dann keine Arbeitsstelle gefunden. Über das Jobcenter und den gemeinsamen Arbeitgeberservice kam dann der Kontakt zu Romana Nimwegen zustande.

"Ich war in der Schule nie der Beste. Frau Nimwegen hat mir dann einfach gesagt, ich soll zeigen, was ich kann, und sie sagt mir dann, ob das mit der Ausbildungsstelle klappt", erzählt der 20-Jährige. Und es klappte. "Die Noten sind für mich nicht ausschlaggebend", erklärt Romana Nimwegen. "Mit der Ausbildung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Und natürlich weiß man bei der Arbeitsagentur auch, wer gut in welchen Betrieb passen könnte."

Zwischen sechs und zwölf Monate kann die betriebliche Einstiegsqualifizierung dauern. Dabei bekommen die Arbeitssuchenden in der Maßnahme auch eine Vergütung, die mit 231 Euro pro Monat auf Antrag von der jeweiligen Arbeitsagentur oder dem Jobcenter bezuschusst wird. Dazu kommt ein pauschalisierter Anteil am Sozialversicherungsbeitrag.

Ab dem 1. September beginnen die neuen EQ-Maßnahmen. Bis spätestens zum 28. Februar können Arbeitssuchende eine der Stellen antreten. "Jugendliche, die Interesse daran haben, können sich beim Jobcenter oder der Berufsberatung melden", erklärt Silvia Worring.

Für Tankstellen-Betreiberin Romana Nimwegen ist klar, dass sie auch in Zukunft wieder junge Menschen in die betriebliche Einstiegsqualifizierung übernehmen wird, da das Konzept für ihre Tankstellen sehr gut funktioniert. "Das könnte dann ein weiterer Auszubildender werden", erklärt sie.

Und Pascal Trinca stehen nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann auch alle Wege in andere Richtungen offen. "Ich beschäftige mich zwar vorwiegend mit Dingen, die an der Tankstelle anfallen, aber ich lerne das Gleiche wie Azubis, die eine Lehrstelle beim Discounter haben", sagt er. So ist er nach den drei Jahren Lehrzeit bestens vorbereitet auf den Arbeitsmarkt.

Quelle: RP
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