| 00.00 Uhr

Wesel
Eine Reise ins Land des Dalai Lama

Wesel: Eine Reise ins Land des Dalai Lama
Der neue Roman "Im Osten geht nicht nur die Sonne auf" von Klaus Templin ist beim Mecklenburger Buchverlag erschienen. FOTO: weissenfels
Wesel. Der vierte Roman des Weselers Klaus Templin heißt "Im Osten geht nicht nur die Sonne auf". Von Michael Elsing

Klaus Templin war es enorm wichtig, dass sein neuer Roman von höchster Stelle abgesegnet wurde. Und dies geschah dann auch in Form eines Vorwortes, das Jampa Kungashar, Vorsitzender des Vereins der Tibeter in Deutschland, verfasst hat. Als Bonbon kam dann noch ein handsigniertes Foto des aktuellen Dalai Lama hinzu, das ebenfalls auf einer der ersten Seiten des Buches zu sehen ist. "Sein Privatsekretär hat mir in einem Telefonat versichert, dass sich der Dalai Lama sehr über das Buch freue", sagt Templin nicht ohne Stolz.

Damit ist auch schon viel darüber gesagt, welchem Thema sich der 73-Jährige in seinem vierten Roman widmet. Es geht um Tibet, um das dortige Leben der Menschen und Mönche, um das Treiben im Potala-Palast in Lhasa, der tibetischen Hauptstadt. Oder wie Kungashar es ausdrückt: "In einer spannenden und packenden Erzählung entführt der Autor den Leser in ein geheimnisvolles Land - nach Tibet - hinauf auf das 'Dach der Welt'."

Wie schon seine drei Vorgänger beruht auch "Im Osten geht nicht nur die Sonne auf", so der Titel des Buches, zum größten Teil auf Tatsachen. Klaus Templin verarbeitet auf 325 Seiten die Erlebnisse, die er persönlich in China gemacht hat. Er erzählt vom "freundlichen" China auf der einen Seite, aber eben auch vom "brutalen" China auf der anderen Seite, das in Person der Zentralregierung Tibet zwangsannektiert hat, das die Tibeter drangsaliert und auf eine "schmutzige Art" mit ihnen umgeht.

Templin, der erst vor zehn Jahren seinen ersten Roman ("Gewogen & zu leicht empfunden") veröffentlichte, verpackt diese Erfahrungen in der Geschichte der jungen Christine Brenner, die sich entgegen der Vorstellungen ihrer Eltern, den eigenen Baumarkt am Bodensee zu übernehmen, für ein Medizin-Studium entscheidet und dies mit einem Studium der fernöstlichen Medizin in Peking vervollkommnen will. Ihr Weg führt sie schließlich auch nach Tibet und im dortigen Potala-Palast spürt sie die Allgegenwärtigkeit der Willkür der chinesischen Gewaltherrschaft.

"Ich denke, dass dieses Buch einen sehr weiten Bogen spannt und die vielen Missstände in China aufzeigt", sagt Klaus Templin, der über seine westpreußische Heimat und das schleswig-holsteinische Stade nach Duisburg kam, wo er fast 50 Jahre in Rumeln-Kaldenhausen zu Hause war, ehe es ihn mit seiner Frau vor vier Jahren dann nach Wesel zog, wo seine Tochter bereits lebte.

Sein neuer Roman "Im Osten geht nicht nur die Sonne auf", mit dem sich der Christ Templin ganz bewusst als Sympathisant des Buddhismus outet, ist beim Mecklenburger Buchverlag (www.mbv-24.de) oder im gut sortierten Fachhandel zum Preis von 14,90 Euro erhältlich.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wesel: Eine Reise ins Land des Dalai Lama


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.