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Niederrhein
Eine Spur in Richtung Ruhrgebiet

Niederrhein. Auf der A40-Rheinbrücke zwischen Duisburg-Neuenkamp und Homberg sind erneut Reparaturarbeiten nötig, die im Januar erledigt werden sollen.

Die nächste Baustelle auf der A40-Rheinbrücke und damit auch Verkehrsbehinderungen für die Autofahrer rücken näher. Für weitere Reparaturarbeiten steht zwischen Neuenkamp und Homberg zum Jahresbeginn in Richtung Essen nur ein Fahrstreifen zu Verfügung. Auf dem Programm steht der Austausch von Blechen an zwei Stellen. Von Mittwoch, 3. Januar, 22 Uhr, bis Montagmorgen, 8. Januar, 5 Uhr, werden die Arbeiten dauern. Weitere Details wird die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld noch bekannt geben. Die Arbeiten wurden bewusst in die verkehrsschwächere Ferienzeit gelegt.

Die Autobahnbrücke ist bekanntlich stark beschädigt und wird durch einen Neubau ersetzt werden. Bis dahin sind allerdings immer wieder unaufschiebbare Reparaturen notwendig, um die alte Brücke aus Sicherheitsgründen nicht sperren zu müssen. Regelmäßig kontrolliert Straßen.NRW das Bauwerk, um frühzeitig Schadstellen zu entdecken und zu beseitigen.

Mit dem Neubau hat das Land die Projektmanagementgesellschaft Deges beauftragt. Nach dem heutigen Planungstand wird die neue Rheinquerung in zwei Abschnitten gebaut und komplett in gut acht Jahren stehen. Die vorbereitenden Arbeiten laufen bereits. Vor wenigen Tagen sind die Antragsunterlagen für den Neubau an Düsseldorfs Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher übergeben worden. Die alte Brücke darf seit geraumer Zeit nicht mehr von Lastwagen mit einem Gewicht von über 44 Tonnen benutzt werden. Anfang des Jahres, so die Planung, wird mit der Installation von Waagen und Kontrollstellen begonnen. Je schwerer das Fahrzeug, desto größer die Gefahr, dass die Brücke weiter beschädigt wird.

Das eingeleitete Planfeststellungsverfahren wird mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen. Im günstigsten Fall würden im Jahr 2020 die Bagger anrollen. Wird gegen die Planung geklagt, droht der Zeitplan durcheinanderzugeraten. Bleibt es aber dabei, so wird die Fertigstellung der kompletten Brücke für 2026 erwartet. Die neue Rheinquerung wird aus zwei Bückenteilen bestehen, eines für den Verkehr in Richtung Niederlande, eins für die Gegenrichtung. Die neue Brücke wird nicht nur breiter als die heutige sein, sondern auch höher und länger. 68 Meter in der Breite liegen künftig zwischen dem einen und dem anderen Seitengeländer, in der Länge nahezu ein Kilometer zwischen dem einen und dem anderen Ende. Vom Brückenboden bis zur Spitze der acht neuen Pylone werden es 73 Meter sein, etwa 25 Meter mehr als heute. Zusätzlich zu den acht Fahrstreifen kommen jeweils ein Geh- und Radweg an den Außenseiten.

Die heutige Rheinbrücke wurde im Jahr 1970 freigegeben und war ursprünglich ausgelegt für eine Belastung von rund 30.000 Autos. Heute sind es mehr als 100.000 Fahrzeuge täglich. Der Neubau ist für 125.000 Fahrzeuge ausgelegt. Die Neuenkamper Autobahnbrücke ist baugleich mit der in Leverkusen, mit deren Neubau in Kürze begonnen werden soll.

(hch)
 
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